Analystenkonferenz

Veränderungen notwendig: Volkswagen arbeitet an neuer Struktur

+
Matthias Müller, neuer Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

Wolfsburg. Volkswagen plant die Einführung neuer Strukturen im Volkswagen Konzern. „Der Kernpunkt ist: Unser Konzern wird künftig dezentraler geführt“, sagte VW-Vorstandschef Matthias Müller bei der Analystenkonferenz in Frankfurt. Marken und Regionen bekämen mehr Eigenständigkeit.

Der Vorstand werde sich unter anderem um markenübergreifende Strategien kümmern, um das Heben von Synergien und um den effektiven Einsatz der Ressourcen der Gruppe. „Wir werden uns das aktuelle Portfolio von mehr als 300 Modellen genau ansehen. Und wir werden den Ergebnisbeitrag jedes einzelnen Modells genau untersuchen.“

Lesen Sie auch

Abgas-Skandal brockt VW-Konzern ersten Verlust seit gut 20 Jahren ein

„Viele außerhalb von Volkswagen, aber zum Teil auch bei uns, haben nicht richtig verstanden, dass es bei der Strategie 2018 um viel mehr geht als um Stückzahlen. Dem ,Höher, Schneller, Weiter‘ wurde vieles untergeordnet, vor allem die Umsatzrendite.“ Es gehe aber nicht darum, 100.000 Fahrzeuge mehr oder weniger als ein großer Wettbewerber zu verkaufen. Es gehe vielmehr um qualitatives Wachstum, so Müller.

Neue Strategie

In den kommenden Monaten werde an den Eckpfeilern einer Strategie 2025 gearbeitet, die der Konzern dann Mitte kommenden Jahres vorstellen werde.

Bei der Analystenkonferenz ging es auch um die Neuausrichtung des Führungsverhaltens. Das Streben nach Perfektion, die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter und die soziale Verantwortung im Volkswagen Konzern müssten erhalten bleiben. Aber es seien Veränderungen notwendig bei der Art der Kommunikation und des Umgangs mit Fehlern: „Wir brauchen eine Kultur der Offenheit und der Kooperation.“

Vorstandschef Müller forderte im kollegialen Umgang miteinander zudem mehr Mut, mehr Kreativität und mehr Unternehmertum.

Nur knappe Angaben über Kosten die des Skandals

Zu den Kosten des Abgasskandals machte Müller nur knappe Angaben. Bislang könne man nur die Kosten für den Rückruf von 6,7 Milliarden benennen. Alles was an möglichen weiteren Kosten, eventuellen Strafzahlungen aus den USA auf den Konzern zukommt, ließe sich derzeit noch nicht beziffern. Dafür brauche es noch Zeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.