Volkswagen verdoppelt Gewinn auf 15,8 Milliarden Euro

Wolfsburg/Baunatal. Europas größter Autobauer VW hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 15,8 Milliarden Euro erzielt.

Mit 15,79 Milliarden Euro lag der Ertrag nach Steuern mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr, als der Konzern aus Wolfsburg 7,2 Milliarden Euro erwirtschaftet hatte. Der Umsatz stieg um rund 26 Prozent auf 159 Milliarden Euro, wie VW am Freitag in einer Börsenpflichtmitteilung erklärte.

Artikel aktualisiert um 12.10 Uhr.

Der Vorstand erklärte den Gewinnsprung unter anderem mit Bewertungsgewinnen aus der vorerst abgesagten Fusion mit Porsche. Der operative Gewinn ohne diese Einflüsse stieg um 58 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Der Vorstand will die Dividende um mehr als ein Drittel auf 3 Euro pro Aktie erhöhen.

VW hatte 2011 einen Rekordabsatz von 8,36 Millionen Fahrzeugen erreicht, 14,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Unternehmen will bis 2018 zum größten Autohersteller der Welt aufsteigen und dann mehr als 10 Millionen Fahrzeuge ausliefern. Zu Jahresbeginn 2012 hatte VW diese Rekordfahrt bereits fortgesetzt und für den Januar eine Absatzsteigerung von 1,3 Prozent gemeldet.

Der kräftige Umsatzsprung geht auch auf die Übernahme des Lastwagenherstellers MAN im Sommer 2011 zurück: Dessen Umsätze und Gewinne fließen jetzt erstmal bei VW mit ein. Die Übernahme erklärt auch den größten Teil des Personalzuwachses: Bei VW arbeiten jetzt 502.000 Menschen, 103.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Börsianer ließen die Rekordzahlen kalt: Die VW-Aktie fiel am Freitagvormittag gegen den DAX-Trend um 0,4 Prozent.

Der Konzern stellt seine vollständige Bilanz am 12. März vor. Am kommenden Montag trifft sich der VW-Aufsichtsrat.

Der Konzern hatte das Ergebnis am Freitag überraschend verbreitet, nachdem zuvor die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" erste Einzelheiten daraus veröffentlicht hatte. (dpa/dapd)

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