Lieferengpässe

Volkswagen: Halbleitermangel macht Autobauer zu schaffen - Konzern rudert bei Absatz zurück

VW-Zentrale in Wolfsburg: Zwischen 2016 und 2018 sind 70 fabrikneue Fahrzeuge verschwunden - direkt auf dem Werksgelände.
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VW-Zentrale in Wolfsburg: Die anhaltenden Engpässe bei Halbleitern machen auch Europas größtem Autobauer zu schaffen.  

Der stockende Nachschub bei Halbleitern setzt Volkswagen zu. Beim angepeilten Absatz muss Europas größter Autobauer im laufenden Jahr zurückrudern.

Wolfsburg – Die wegen des Chipmangels stockende Produktion bei Volkswagen* hinterlassen Spuren. „Der globale Halbleiterengpass hat die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal besonders belastet“, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Man rechne daher damit, dass die Auslieferungen im Gesamtjahr das Vorjahresniveau erreichen, hieß es in einer Mitteilung. Bislang hatte der Konzern ein Absatzniveau spürbar über Vorjahresniveau in Aussicht gestellt.

Die Engpässe schlugen sich auch in den Zahlen nieder. Im dritten Quartal ging der Umsatz um um 4,1 Prozent auf 56,9 Milliarden Euro zurück. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis fiel um 12,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Auf Konzernebene schnitt VW damit aber besser ab als von Experten gedacht.

Unter dem Strich stand überraschend ein Gewinnanstieg: Das Ergebnis nach Steuern legte um 5,6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu. Dabei spielten Veränderungen im Finanz- und Beteiligungsergebnis sowie bei den Steuern eine Rolle. Die im Sommer angehobene Rendite-Prognose bekräftigte der Konzern aber. Danach erwarten die Wolfsburger eine Rendite zwischen sechs und 7,5 Prozent.

VW-Chef Diess: Tempo beim Umbau Richtung E-Moblität hochhalten

Die sogenannte Volumengruppe mit Marken wie VW Pkw, Seat oder Skoda fuhr operative Verluste ein. Angesichts dessen forderte Konzernchef Herbert Diess die Mitarbeiter auf, beim Umgang Richtung E-Mobilität nicht nachzulassen. „Die Ergebnisse des dritten Quartals zeigen einmal mehr, dass wir die Verbesserung der Produktivität im Volumenbereich jetzt konsequent vorantreiben müssen“, mahnte Vorstandschef Herbert Diess. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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