Vorbildung kann Ausbildungsverkürzung rechtfertigen

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Der Job des Fliesenlegers gehört zu den klassischen Ausbildungsberufen. Eine Ausbildung dauert normalerweise drei Jahre, kann unter bestimmten Bedingungen wie Hochschulreife oder eine bereits vorher abgeschlossene Berufsausbildung verringert werden. Foto: Waltraud Grubitzsch

Eine Ausbildung in nur zwölf oder 18 Monaten? Das geht - wenn Lehrlinge schon mit genug Vorbildung starten. Dann darf die Ausbildung von vornherein verkürzt werden.

Hamburg (dpa/tmn) - Sind Auszubildende 21 Jahre oder älter, können sie die Ausbildungsdauer mit Zustimmung des Arbeitgebers verkürzen. Darauf weist Fin Mohaupt hin, Leiter der Ausbildungsberatung der Handelskammer Hamburg.

Neben dem Alter berechtigen etwa die Hochschulreife oder eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung dazu, die Ausbildungszeit von Anfang an zu verkürzen. Allerdings darf eine Mindestausbildungsdauer nicht unterschritten werden. Bei drei Jahren ist eine Dauer von 18 Monaten das Minimum, bei zwei Jahren eine Dauer von 12 Monaten. Mohaupt rät allerdings davon ab, auf das Minimum zu verkürzen. "Ist dann ein Azubi nur für wenige Tage krank, bekommt er die Ausbildungszeit nicht zusammen und wird am Ende nicht zur Abschlussprüfung zugelassen."

Manchmal liegt auch das Abitur vor, und Jugendliche wären theoretisch berechtigt, ihre Ausbildung zu verkürzen. Tatsächlich hat der Arbeitgeber oder auch der Auszubildende selbst jedoch Bedenken, ob es für ihn machbar ist, den Lernstoff in der kürzeren Zeit zu bewältigen. Dann gibt es die Möglichkeit, während der Ausbildung die Dauer nachträglich zu verkürzen oder sich als Alternative vorzeitig zur Prüfung anzumelden.

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