Lagarde „Zeugin mit Rechtsbeistand“

Keine Anklage gegen gegen IWF-Chefin

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Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, muss sich vorerst keinem Verfahren wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel stellen.

Paris - Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, muss sich vorerst keinem Verfahren wegen Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Mittel stellen.

Nach einer zweitägigen Anhörung verlieh der Gerichtshof der Republik in Paris der ehemaligen Finanzministerin am Freitag den Status einer „Zeugin mit Rechtsbeistand“. Das bedeutet, dass ihr später in dem Fall aber doch noch eine Anklage drohen könnte.

Die Befragung habe ihr ermöglicht, zu zeigen, dass sie immer im besten öffentliche Interesse und in Einklang mit dem Gesetz gehandelt habe, sagte Lagarde nach dem Ende der Anhörung am Freitagabend. „Nun ist es Zeit für mich nach Washington zurückzugehen.“ Würde Lagarde in dem Fall noch angeklagt werden, könnten ihr bis zu zehn Jahre Haft drohen.

Die Anhörung kreiste um Lagardes Rolle bei Entschädigungszahlungen von 400 Millionen Euro aus der Staatskasse an den Unternehmer Bernard Tapie. Lagarde hatte sie ermöglicht, um damit den Streit mit der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais über den Verkauf von Anteilen am deutschen Sportartikelhersteller Adidas beizulegen, bei dem sich Tapie über den Tisch gezogen gefühlt hatte.

AP

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