Software geliefert

VW-Abgasskandal: Bosch zahlt 304 Millionen Euro

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Im Zuge des VW-Skandals muss Bosch tief in die eigene Tasche greifen. Bosch räumt aber kein eigenes Fehlverhalten ein. Foto: Franziska Kraufmann

Der Dieselskandal? Eine reine VW-Sache, könnte man meinen. Doch auch der Autozulieferer Bosch steckt mit drin. Auch die Stuttgarter Firma geriet ins Visier der US-Justiz - und muss jetzt zahlen.

San Francisco/Stuttgart (dpa) - Im Dieselskandal hat sich der VW-Lieferant Bosch auf die Zahlung einer Millionensumme verpflichtet.

Das Unternehmen habe sich mit US-Klägern auf einen Vergleich über 327,5 Millionen Dollar (304 Millionen Euro) geeinigt, teilte Bosch in Stuttgart mit.

Der Vergleich mit den geschädigten Dieselnutzern war bereits im Dezember bekanntgeworden, nun wurde die Höhe der Zahlung genannt. Bosch hatte Software an Volkswagen geliefert, mit welcher der Wolfsburger Autobauer Abgaswerte manipuliert hat. Betroffen waren Autos der Marken VW, Audi und Porsche.

Im Gegensatz zu VW hat Bosch kein Fehlverhalten eingeräumt, dies bleibt auch nach dem Vergleich so - dies sei "keine Anerkennung der Sachverhalte" und "keine Einräumung von Schuld", hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch. "Nach sorgfältiger Abwägung aller Gesichtspunkte haben wir uns in diesem Fall dazu entschieden, eine Vergleichsvereinbarung abzuschließen", sagte Bosch-Chef Volkmar Denner.

Aus Expertensicht wäre ein Zivilprozess in den USA mit hohen Risiken und entsprechender Unsicherheit verbunden gewesen. Zuvor hatte Bosch 750 Millionen Euro für rechtliche Risiken zurückgelegt. Nach dem Vergleich laufen strafrechtliche Ermittlungen in den USA weiter. Man kooperiere mit den Behörden, betont Bosch.

Die Vergleichsunterlagen waren bei einem Gericht in San Francisco am Dienstagabend (Ortszeit) eingereicht worden. Damit der Vergleich gültig wird, bedarf es noch der Zustimmung des Gerichts. Das könnte sich bis Mai hinziehen.

In Relation zu VW kommt Bosch glimpflich davon: Der Wolfsburger Konzern hat sich in den USA und Kanada bereits auf straf- und zivilrechtliche Vergleiche in Höhe von insgesamt rund 24 Milliarden US-Dollar (22,2 Milliarden Euro) geeinigt.

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