Sprecher bestätigt Pläne

Überraschung bei VW: Extra-Schichten und neue Leiharbeiter - das ist der Grund

VW-Mitarbeiter in Wolfsburg: In seinem Stammwerk plant der Konzern dank steigender Nachfrage zahlreiche Sonderschichten.
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VW-Mitarbeiter in Wolfsburg: In seinem Stammwerk plant der Konzern dank steigender Nachfrage zahlreiche Sonderschichten.

Bei Volkswagen zieht die Nachfrage wieder an. Für die Beschäftigten im Stammwerk Wolfsburg ist das eine gute Nachricht. Es winken Sonderschichten und schöne Zuschläge.

  • Wegen der Corona-Pandemie haben die Autobauer ein rabenschwarzes erstes Halbjahr hinter sich.
  • Aber höhere Kaufprämien für E-Autos und die befristete Mehrwertsteuer-Senkung heizen die Nachfrage an.
  • VW reagiert - und fährt im Herbst eine Sonderschicht nach der andern.

München – Der Wolfsburger Autobauer VW* erhöht zum Jahresende die Schlagzahl. Alleine im Oktober und November will der Konzern im Stammwerk in Wolfsburg insgesamt 27 Sonderschichten an Wochenende fahren. Sie sind wegen der hohen Zuschläge für die Mitarbeiter besonders lukrativ. Zudem plant der Konzern für den Schluss-Spurt im laufenden Jahr bis zu 300 Leiharbeiter anzuheuern. Die Verträge sollen bis März wieder auslaufen, erklärte ein VW-Sprecher am Montag Merkur.de*.

Zur Begründung für die jüngsten Schritte verwies der VW-Sprecher auf die „derzeit stark ansteigende Marktnachfrage sowie die kommende Urlaubssaison.“ Bereits bei der Hauptversammlung am Mittwoch* (30. September) hatte sich Konzernchef Herbert Diess* zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr gezeigt. Im September könnten der Auftragseingang und Auslieferungen wieder über dem Vorjahr liegen, hatte der VW-Chef prophezeit.

Auch für die nächsten Monate zeigte sich Diess zuversichtlich. Man gehe von einer „Fortsetzung des Aufwärtstrends“ aus. Nach den am Montag veröffentlichten Zulassungszahlen wurden im September bundesweit 1,9 Prozent mehr Autos der Marke VW zugelassen als im Vorjahr. Dagegen waren beim angeschlagenen Wettbewerber Opel die Zulassungen um 27,6 Prozent regelrecht abgestürzt.

VW: Neue Golf-Varianten befeuern Nachfrage

VW produziert im Stammwerk in Wolfsburg unter anderem den Tiguan sowie den Golf und weitere Golf-Varianten wie den neuen Golf Variant. Der erst Anfang September vorgestellte Kombi auf Basis des Golf VIII soll noch im laufenden Jahr ausgeliefert werden. Außerdem soll auch die höhergelegte Abenteuer-Variante Golf Alltrack in Wolfsburg vom Band laufen.

Neben den neuen Modellen profitiert VW ähnlich wie zahlreiche Wettbewerber dabei auch von höheren staatlichen Kaufprämien auf E-Autos sowie Hybride. Zudem hatte die Bundesregierung zum 1. Juli die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent abgesenkt. Die Regelung ist bis Jahresende befristet. Damit dürften viele Haushalte geplante Autokäufe vorziehen. Daher könnte der Konzern auch im Dezember weitere Extra-Schichten ansetzen. Dazu wollte sich ein VW-Sprecher am Montag aber noch nicht äußern.

Ähnlich wie andere Autobauer musste auch VW wegen Corona die Produktion im März vorübergehend einstellen. Ende April liefen die Bänder wieder an, allerdings zunächst nur in Kurzarbeit. Zum 1. Juli kehrte das Unternehmen wieder zur vertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit zurück. Nach den ersten Sonderschichten im September nimmt die Produktion jetzt weiter Fahrt auf. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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