Volkswagen kommt bei Aufklärung voran

HNA vor Ort in Wolfsburg: VW-Führung spricht über Abgas-Skandal

Wolfsburg. Kurz vor dem Ende des Krisenjahres 2015 gibt der Volkswagen-Konzern heute einen Zwischenbericht zur Aufarbeitung des Abgas-Skandals.

Bei einer Pressekonferenz wollen VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und Vorstandschef Matthias Müller auch über die Neuausrichtung des Konzerns informieren. Es ist das erste Mal nach Beginn der Krise, dass sich Pötsch und Müller Fragen stellen.

Und Fragen gibt es viele: Etwa wer wusste wann wovon? Bisher hat der Konzern zehn Mitarbeiter beurlaubt – unter anderem den Kasseler Werkleiter Falko Rudolph. Audi-Technik-Chef Ulrich Hackenberg hat den Konzern inzwischen verlassen, Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn trat bereits im September zurück. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittle gegen sechs Beschuldigte bei den Manipulationen an den EA 189 Motoren. Zu den Namen schweigt Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Aber da wären ja noch viele Fragen: Wo wird gespart, was kostet der Schlamassel, das große Thema Leiharbeiter und so weiter.

Aus der Pressekonferenz:

Volkswagen kommt bei Aufklärung voran

„So ernst die aktuelle Situation auch ist: Dieses Unternehmen wird daran nicht zerbrechen“, sagte der Volkswagen-Vorstandsitzende Matthias Müller. „Wir werden ein neues, besseres und stärkeres Volkswagen schaffen.“

Die interne Revision habe gleich drei Schwachstellen identifiziert:

- Individuelles Fehlverhalten und persönliche Versäumnisse einzelner Mitarbeiter

- Schwachstellen in einigen Prozessen

- Haltung in einigen Teilbereichen des Unternehmens, Regelverstöße zu tolerieren.

Zum Beispiel erfolge künftig die Entwicklung von Motoren-Steuergeräten unter strikter Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips. Volkswagen hat beschlossen, dass Emissionstests künftig grundsätzlich extern und unabhängig überprüft werden.

Volkswagen soll künftig dezentraler geführt werden: Marken und Regionen erhalten mehr Eigenständigkeit.

Wir sind vor Ort in Wolfsburg und halten Sie hier und auf www.kassel-live.de auf dem Laufenden.

Hier findet ihr außerdem einen Liveticker von der Pressekonferenz.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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