Volkswagen muss für Abgaskrise weiteren Finanzpuffer bilden

Wolfsburg. Der Volkswagen-Konzern hat erneut Sonderbelastungen verbucht und noch einmal mehr Geld für die Bewältigung der Diesel-Krise zur Seite gelegt.

Insgesamt fielen im dritten Quartal rund 400 Millionen Euro an "Vorsorgen im Zusammenhang mit der Dieselthematik" an, wie das Unternehmen an Donnerstagmorgen in Wolfsburg mitteilte. Details zu den genauen Posten des Finanzpuffers gab Europas größter Autobauer zunächst nicht bekannt. Die Rückstellungen summieren sich damit auf nunmehr 18,2 Milliarden Euro. VW-Konzernfinanzvorstand Frank Witter sagte: "Trotz der großen Herausforderungen und der Belastungen durch die Dieselthematik bleibt der Volkswagen-Konzern finanziell weiter solide aufgestellt." 

Vorstandschef Matthias Müller betonte: "Der Konzern ist voll handlungsfähig - trotz aller aktuellen Belastungen." Lässt man die Kosten der Abgaskrise außen vor und betrachtet den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ohne Sondereinflüsse, sieht es gut aus für die Wolfsburger. Das Ebit aus den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erhöhte sich im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um fast 11 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz war per September mit 160 Milliarden Euro konstant.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 8,65 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ein. Damit liegt der Gewinn spürbar über dem Vergleichwert aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (3,34 Mrd. Euro). Damalswaren im dritten Quartal 2015 auch schon milliardenschwere Rückstellungen zur Bewältigung der Krise erfolgt. Verglichen mit den ersten drei Quartalen aus 2014, als vom Abgasskandal keine Rede, lag das Ebit bei 9,4 Milliarden Euro. (dpa/mwe)

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.