Werk Kassel in Baunatal stockt Stammbelegschaft deutlich auf und wandelt Arbeitsverhältnisse

Jetzt offiziell: VW stellt 780 Leiharbeiter fest ein

Baunatal/Wolfsburg. Jetzt ist es offiziell: 780 der derzeit 1500 Leiharbeiter, die im Volkswagen-Werk Kassel in Baunatal beschäftigt sind, werden in diesem Jahr schrittweise in einen festen Arbeitsvertrag übernommen. Das wurde während einer Betriebsversammlung im Baunataler Werk am Donnerstagmittag bekannt gegeben.

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Sie wechseln von der konzerneigenen WOB AG in den Haustarif des Volkswagen-Konzerns. Damit steigt die Stammbelegschaft von aktuell 13 200 auf rund 14 000 Beschäftigte.

In Wolfsburg hatte der Autobauer am Mittwochnachmittag bekannt gegeben, dass er insgesamt 2200 Leiharbeiter in die Stammbelegschaft übernimmt. Davon werden 200 im Werk Sachsen angesiedelt sein, die 2000 verteilen sich auf die traditionellen sechs westdeutschen Werke der Volkswagen AG, darunter auch Kassel. Außerdem sollen die Chancen für Zeitarbeiter, die nicht in die Stammbelegschaft wechseln, auf einen regulären Job deutlich verbessert werden. Das gaben der VW-Personalvorstand Horst Neumann und der Konzern-Betriebsratschef Bernd Osterloh bekannt. Beide betonten, „es geht darum, gute und engagierte Leute zu gewinnen.“

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Bereits im vorigen Jahr hat VW im Durchschnitt 4500 Leiharbeiter beschäftigt und davon 400 in die Stammbelegschaft übernommen. Die tarifvertraglich vereinbarte Höchstquote liegt bei fünf Prozent der Belegschaft. Für die Übernahmen sollen neue Stellen geschaffen werden – also nicht Jobs besetzt werden, die durch Fluktuation oder Rente entfallen. Dies soll auch für das Werk in Baunatal gelten.

Neumann begründete den Schritt mit der guten Entwicklung des Autobauers, der von Rekord zu Rekord eilt und spätestens 2018 der größte Autohersteller der Welt werden will.

Das spüren auch die Beschäftigten in Baunatal: Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass mittlerweile um 15 700 Getriebe pro Tag am Standort gefertigt werden, um die hohe Nachfrage nach Fahrzeugen zu befriedigen.

Aktuell werden zwischen Werksmanagement und Betriebsrat Pläne für eine vierte Schicht im Werk ausgearbeitet. Mit dieser weiteren Schicht wäre es künftig am Standort Baunatal möglich, die Getriebefertigung die ganze Woche rund um die Uhr voll auszulasten.

Von Martina Wewetzer

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