Bilanzpressekonferenz in Wolfsburg

VW-Vorstandschef Winterkorn: "Härtetest bestanden"

Wolfsburg. "2009 war für die gesamte Automobilbranche ein echter Härtetest", sagte Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Wolfsburg.

Diesen Härtetest habe VW nicht nur bestanden, sondern auch deutlich besser gemeistert als viele Wettbewerber. Belastet wurden der Umsatz sowie das Ergebnis vor allem durch Volumen- und Mixverschlechterungen. Darüber hinaus machten sich Wechselkurseffekte negativ bemerkbar.

Dennoch: Die Volkswagen-Mannschaft habe über die gesamte Spieldauer Höchstleistungen gezeigt. Das Ergebnis nach Steuern sank um fast 81 Prozent auf 911 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um um 7,6 Prozent auf rund 105,2 Milliarden Euro. Zwar hatte VW vor allem wegen der staatlichen Konjunkturprogramme wie der Abwrackprämie den weltweiten Absatz gegen den allgemeinen Branchentrend leicht gesteigert.

Die Abwrackprämie kurbelte aber vor allem den Verkauf von kleinen vor allem günstigeren Fahrzeugen an. Sie haben eine deutlich geringere Gewinnmarge. Besonderes Augenmerk lag daher auf dem Abschneiden der einzelnen Konzernmarken.

Beim Absatz zurückschalten mussten allen Konzernmarken: VW, Audi, Skoda, Seat, Sently und auch VW-Nutzfahrzeuge. Dass der Absatz insgesamt dennoch von 6,2 auf 6,3 Millionen gesteigert werden konnte lag einzig an VW-China. Winterkorn: "Besonders unser zweiter Heimatmarkt China war mit einem Plus von 37 Prozent ein Wachstumsmotor."

Das Gemeinschaftsunternehmen VW-China setzte 1,39 Mio. Fahrzeuge ab. VW-China trug 8,4 Mrd. Euro zum Umsatz bei, das anteilige operative Ergebnis lag bei 774 Mio. Euro. Als Einnahmen aus Beteiligungen schlagen sich diese Zahlen nur im Finanzergebnis des Konzerns nieder. Der Zusammenschluss von Volkswagen und Porsche hat sich für den VW-Vorstand auch finanziell bezahlt gemacht:

Konzernlenker Martin Winterkorn und Finanzvorstand Dieter Pötsch haben je 800 000 Euro Sonderprämie für den Erfolg erhalten, die übrigen Vorstandsmitglieder bekamen je 200 000 Euro extra, sagte Arbeitsdirektor Horst Neumann am Donnerstag. Winterkorn verdiente 2009 insgesamt 6,6 Millionen Euro, etwa halb so viel wie 2008. (mwe)

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