VW-Werke sollen Umwelt bis 2018 um ein Viertel weniger belasten

Wolfsburg. Der größte europäische Autobauer Volkswagen will die Umweltbelastung seiner Werke bis 2018 um ein Viertel verringern.

Im Vergleich zu 2010 sollen in der Produktion der Kernmarke VW dann 25 Prozent weniger CO2-Emissionen und Abfälle entstehen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Auch den Wasserverbrauch und die eingesetzte Energie pro Auto wollen die Wolfsburger deutlich senken.

Mit dem Umweltkonzept konkretisiert die Firmenspitze ihre „Strategie 2018“ weiter. In spätestens sieben Jahren will der Konzern insgesamt zehn Millionen Autos verkaufen und weltgrößter Hersteller werden. Vorstandschef Martin Winterkorn hatte zudem die Marschroute ausgegeben, dass VW auch ökologisch zur Nummer eins aufsteigen soll.

Dazu gehören der Einkauf und die Eigenproduktion von Ökostrom. In Brasilien steckt der Konzern 120 Millionen Euro in den Bau zweier Wasserkraftwerke, die deutschen Standorte sollen von 2013 an etwa jede zehnte Kilowattstunde an Energie aus österreichischer Wasserkraft beziehen. Die im vergangenen Mai eröffnete US-Fabrik in Chattanooga (Tennessee) erhielt nach Unternehmensangaben als erstes Autowerk eine Zertifizierung nach dem amerikanischen LEED-Standard. VW will auch in die Erzeugung regenerativer Energien einsteigen.

Die Klimabilanz der aktuellen Modellpalette sorgte 2011 hingegen immer wieder für Streit mit Umweltschutzorganisationen. Anfang Dezember sagte Winterkorn ein lange vorbereitetes Treffen mit Vertretern von Greenpeace ab, nachdem Aktivisten erneut am Stammwerk Wolfsburg gegen die „mangelnde Umweltverantwortung“ des Konzerns protestiert hatten. Während Greenpeace von einer allgemeinen Info-Kampagne sprach, kritisierte VW die Aktion als Häme und Polemik. (dpa)

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