VW zahlt im Abgas-Skandal Millionenstrafe an Kalifornien

+
VW hatte sich in den USA mit Behörden, Autohändlern und geschädigten Fahrzeughaltern kürzlich auf den 14,7-Milliarden-Dollar-Vergleich geeinigt. Foto: Peter Steffen/Archivbild

Das Umweltamt Kaliforniens war maßgeblich an der Aufdeckung der VW-Abgas-Affäre beteiligt. Der US-Bundesstaat soll dafür nun eine Millionensumme aus den Strafzahlungen des Konzerns bekommen.

San Francisco (dpa) - In Kalifornien haben Experten den Abgasskandal bei Volkswagen mit aufgedeckt - und nun soll der US-Bundesstaat auch einen beachtlichen Teil der Strafzahlungen vom Konzern bekommen.

86 Millionen Dollar (78 Mio Euro) sollen nach Kalifornien fließen, wie der dortige Generalstaatsanwalt Kamala Harris am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte.

Damit dürfte Kalifornien unter den 44 Bundesstaaten, die gegen VW geklagt hatten, die größte Summe erhalten. Ende Juni hatte Volkswagen mitgeteilt, sich mit den 44 Staaten verglichen zu haben - dabei räumt VW bestehende und mögliche künftige Verbraucherschutzklagen mit einem Betrag über insgesamt 603 Millionen US-Dollar aus der Welt.

Doch das ist nur die Ebene der Bundesstaaten. Außerdem müssen die Wolfsburger voraussichtlich bis zu 14,7 Milliarden Dollar in den USA hinblättern. Der größte Teil davon ist für Kunden vorgesehen.

VW hatte sich in den USA mit Behörden, Autohändlern und zahlreichen geschädigten Fahrzeughaltern kürzlich auf den 14,7-Milliarden-Dollar-Vergleich geeinigt.

Das Umweltamt Kaliforniens war maßgeblich an der Aufdeckung der Affäre beteiligt. Der Wolfsburger Autobauer hatte nach Vorwürfen der US-Behörden im September 2015 zugegeben, in den USA Hunderttausende Dieselwagen mit einer illegalen Software zum Austricksen von Abgastests ausgerüstet zu haben. Der zuständige US-Richter Charles Breyer muss dem von VW und den Klägern ausgehandelten Kompromiss noch zustimmen. Ende Juli wird es sich dabei wieder zu Wort melden.

Auch die spanische Justiz leitete Ermittlungen gegen den Volkswagen-Konzern ein. Das entschied am Freitag der Richter Ismael Moreno vom Nationalen Gerichtshof in Madrid. Die Volkswagen AG stehe im Verdacht des Betrugs, des Subventionsbetrugs und des Verstoßes gegen die Umweltgesetze, heißt es in einer Verfügung des Juristen.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.