Tarifstreit

Wachleute von Atomkraftwerken streiken

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Ein Mitarbeiter steht am 19.03.2014 in Obrigheim (Baden-Württemberg) auf dem Gelände des Atomkraftwerks des Energiekonzerns EnBW vor dem Reaktorgebäude.

Stuttgart - Die Sicherheitsleute von drei Atomkraftwerken in Deutschland streiken. Etwa 130 Beschäftigte legen die Arbeit nieder. Damit soll der Druck auf die Arbeitgeber in den festgefahrenen Tarifgesprächen steigern.

Zwei Tage nach dem Ausstand der Sicherheitsleute am Stuttgarter Flughafen hat auch das Wachpersonal dreier Kernkraftwerke in Baden-Württemberg die Arbeit niedergelegt. Etwa 130 Beschäftigte in Philippsburg, Neckarwestheim und Obrigheim beteiligten sich an dem Warnstreik, der bis Mitternacht dauern soll, wie eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sagte. Damit soll der Druck auf die Arbeitgeber in den festgefahrenen Tarifgesprächen der Sicherheitsbranche steigern. Die Kernkraftwerke sollten von einer Notbesetzung bewacht werden. Ein EnBW-Sprecher betonte, die Sicherung der Anlagen sei in jedem Fall gewährleistet.

Allein in Baden-Württemberg gibt es etwa 19.000 Beschäftigte, gut 400 davon in den Atomkraftwerken. Verdi fordert, den Stundenlohn der untersten Lohngruppe von 9,20 Euro auf 10 Euro anzuheben. Für die Wachleute der oberen Gehaltsstufe sollen es 2,50 Euro pro Stunde mehr sein. Die Arbeitgeber hatten die Warnstreiks zuletzt als unverhältnismäßig kritisiert. An diesem Freitag (13.2.) ist in Baden-Württemberg ein nächster Verhandlungstermin anberaumt.

Am Montag hatte ein Warnstreik des Sicherheitspersonals am Stuttgarter und Hamburger Flughafen zu chaotischen Zuständen mit Flugausfällen und stundenlangen Wartezeiten geführt.

dpa

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