Auch Bio wird beliebter

Wachstum mit Currywurst und Schnitzel - Catering-Branche expandiert

+
Die Currywurst ist eines der Lieblingsessen der Deutschen.

Currywurst und Schnitzel sind in der Kantine weiter hoch im Kurs, aber die Unternehmen achten auch zunehmend auf die Ernährung. Die Cateringbranche wächst.

Düsseldorf - Currywurst und Jägerschnitzel - die Deutschen lieben ihr Kantinenessen trotz aller Bemühungen um gesunde Ernährung weiter fett und deftig. Das wurde am Dienstag bei der Vorstellung der alljährlichen Menühitliste des großen deutschen Kantinenkostanbieters Apetito deutlich. Die Currywurst mit Pommes belegt dort nun im 25. Jahr den Spitzenplatz.

Zugleich gibt es aber einen Gegentrend: Erstmals stellte Apetito auch ein Ranking mit vegetarischen Gerichten vor - mit einer Cappelletti-Pesto-Pfanne und einem Bulgur-Curry an der Spitze.

Gesündere Ernährung mit Bioprodukten für Betriebskantinen sei neben der stark wachsenden Belieferung von Altenheimen ein klarer Wachstumstreiber im Unternehmen, sagte der Geschäftsführer von Apetito Catering, Andreas Oellerich.

In Schulen und Kindergärten ziehen verstärkt Bioprodukte ein

Vor allem bei Schulen und Kindergärten habe sich der Anteil der Bio- und Gesundheitsprodukte stark vergrößert. Die Kleinen essen ohnehin leichter: Ihre Favoriten sind aktuell Tomatensuppe mit Rindfleischklößchen und Gemüseravioli.

Mehr Bio in der Kantine ist für Unternehmen nicht nur ein allgemein wünschenswertes Ziel, betont die Geschäftsführerin des bundesweit tätigen Essener Instituts für Ernährung, Sport und Gesundheitsmanagement ESG, Ursula Girreßer: Zu viel Fleisch, zu viel Frittiertes und Überbackenes und zu wenig Gemüse und Rohkost förderten das „Kantinen-Koma“, das massive Absacken der Konzentration nach dem Essen. Daran könne kein Unternehmen Interesse haben - vom steigenden Risiko für Fehl- und Überernährung der Mitarbeiter ganz abgesehen.

Die Größe der Portionen soll individuell gewählt werden können

Deshalb wachse die Nachfrage nach kombinierten Angeboten, für die sich Caterer und Gesundheitsmanager in den Unternehmen zusammensetzen, berichtet Oellerich. An der Essenstheke müsse die gesunde Wahl dabei auch gut verkauft werden. Gesundheitsexpertin Girreßer rät außerdem zu einladend gestalteten Salatbuffets mit frischen Zutaten wie Kernen und Nüssen als Topping und der Möglichkeit, Essenskomponenten und vor allem die Größe der Portion individuell zu wählen.

All das trägt zum Wachstum der Cateringbranche bei. Der Umsatz im Apetito-Catering legte 2016 um rund ein Zehntel auf 206 Millionen Euro zu. Das ostwestfälische Unternehmen aus Rheine ist dabei bundesweit nach einer Erhebung des Fachblatts „GV Praxis“ Nummer fünf der Branche, die von den beiden hessischen Unternehmen Compass (Eschborn) und Aramark (Neu-Isenburg) angeführt wird. Branchenweit lag das Umsatzwachstum 2016 laut der Fachzeitschrift bei 4,5 Prozent.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.