Unikims: Neuer Weiterbildungs-Masterstudiengang „Industrial Production Management“

Dem Wandel gerecht werden

Industrielle Prozesse und Systeme werden immer komplexer: Der Masterstudiengang „Industrial Production Management“ vermittelt Führungskräften das entsprechende Wissen.

Wachsende Ressourcenknappheit, steigender Energiebedarf, Notwendigkeit zu mehr Produktivität, sich ständig verändernde Märkte, zunehmende Urbanisierung und Mobilität bei gleichzeitig weltweit wachsendem Umweltbewusstsein – die Herausforderungen unserer Zeit werden von Jahr zu Jahr komplexer.

Hohe Anforderung an Führungskräfte

Das ist eine Entwicklung, die für die Produktionsabläufe und Managementstrukturen in Unternehmen zu einem starken Wandel geführt hat. An Führungskräfte werden aus diesem Grund heute höhere Anforderungen gestellt. Ein Beispiel dafür sind Produktionsmanager, die durch immer kürzere Innovationszyklen vor großen Herausforderungen stehen. Sie sind gezwungen, Produktions- und Dienstleistungsprozesse an die Bedürfnisse sich permanent ändernder Märkte anzupassen. Darüber hinaus sollen die Produktivität gesteigert, die Kosten gesenkt, Personal effizient eingesetzt, Maschinen optimal ausgelastet, hohen Qualitätsnormen entsprochen und gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden.

Dafür genügt es längst nicht mehr, nur einzelne Bereiche eines Unternehmens zu betrachten. „Heutzutage ist es notwendig, die Unternehmung als komplexes und immer in Anpassung befindliches System zu begreifen und ganzheitlich zu betrachten“, sagt Prof. Dr.-Ing. Sigrid Wenzel, die an der Unikims in Kassel den neuen Weiterbildungs-Masterstudiengang Industrial Production Management leitet. „Das stellt höhere Ansprüche an Führungskräfte. Nur wer in der Lage ist, interdisziplinäre Lösungen für anstehende Probleme zu erarbeiten sowie fachübergreifend Teams anzuleiten und zu führen, sichert sich die Chance, auch künftig im Wettbewerb erfolgreich zu sein.“

Industrielle Prozesse ganzheitlich verstehen

Der ab dem kommenden Wintersemester beginnende Studiengang will Produktionsmanager auf diese Anforderungen vorbereiten. Damit wird im Fachbereich Maschinenbau der Universität Kassel ein interdisziplinäres Studium gestartet, das sein Augenmerk auf das ganzheitliche Verstehen und Managen industrieller Prozesse und Systeme legt.

Um das zu gewährleisten werden verschiedene Themenbereiche wie Technik, Logistik, IT, Finanzen, Organisations-, Qualitäts- und Personalmanagement in dem fünf Semester dauernden Studium abgedeckt.

Dozenten sind Professoren der Universität Kassel und anderer Hochschulen sowie herausragende Praktiker in leitenden Positionen. „Sie stehen für hohe fachliche Kompetenz sowie die Verzahnung von Wissenschaft und Anwendung“, erläutert Dr. Jochen Dittmar, Geschäftsführer der Unikims. Wichtig ist den Dozenten die Praxisnähe des Studiums. Aus diesem Grund werden die Bedürfnisse der Studenten und Unternehmen in das gesamte Studium integriert. Es wird Wert darauf gelegt, nicht alle Inhalte vorzudefinieren, sondern stets aktuell zu sein. Am Ende des Studiums stehen die Analyse der eigenen Unternehmenspraxis sowie die Entwicklung konkreter Lösungen im Fokus. „So gewährleisten wir einen hohen Transfer des Erlernten in den Berufsalltag“, sagt Wenzel weiter.

Neben Fach- und Methodenkompetenz aus Betriebswirtschaft, Produktion und Logistik, Qualitätsmanagement sowie Informatik werden auch notwendige Schlüsselqualifikationen zur Steigerung der Führungs-, Organisations- und Sozialkompetenz vermittelt.

Erlernt wird das Wissen in zehn Modulen: Einführung in das Industrial Production Management (IPM), Organisation im IPM, Betriebswirtschaft im IPM, Planung von Produktions- und Logistiksystemen, Steuerung und Betrieb von Produktions- und Logistiksystemen sowie Produktionsnetzwerke, Qualität in Entwicklung und Planung, Qualität in Produktion und Lieferkette, IT-Systementwicklung und Informationssysteme in Produktion und Logistik. Vertief wird das Wissen anhand einer Fallstudie.

Mit dieser Themenvielfalt lernen die Studenten verschiedene Ansätze und Aspekte kennen, die sie nach ihrem Bedarf erweitern und vertiefen können. Sie erhalten einen Überblick über Methoden und Vorgehensweisen, der es ihnen ermöglicht, im Berufsalltag an der richtigen Stelle die passenden Fragen zu stellen und vernetzt zu denken und zu handeln. Das kann beispielsweise in der Interaktion von Zulieferern und der montierenden Industrie sehr wichtig sein. Für reibungslose Abläufe sind Kenntnisse von beiden Seiten notwendig.

Von Helga Kristina Kothe

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