Warnstreiks an Flughäfen Düsseldorf und Hannover

+
In Düsseldorf führten die Arbeitsniederlegungen bei einigen Flügen zu Verspätungen und zu längeren Wartezeiten am Gepäckband. Foto: Oliver Berg

Düsseldorf/Hannover (dpa) - An den Flughäfen Düsseldorf und Hannover sind die Passagiere von einem Warnstreik von Mitarbeitern der Bodenabfertigung überrascht worden.

In Düsseldorf führten die Arbeitsniederlegungen bei einigen Flügen zu Verspätungen und zu längeren Wartezeiten am Gepäckband. Zu Flugausfällen kam es nach Angaben des Flughafens jedoch nicht, aber vereinzelt zu Verspätungen. In Hannover erklärte ein Flughafensprecher, es habe "keine Ausfälle oder größeren Verspätungen" gegeben.

Der Streik richtete sich an beiden Flughäfen gegen das Unternehmen Aviapartners. Die Beschäftigten der Firma sind laut Gewerkschaft für mehr als 90 Prozent der Bodenabfertigung am Flughafen Düsseldorf vom Check-in bis zur Gepäckbeförderung zuständig. In Hannover entfalle auf sie rund 22 Prozent der Bodenabfertigung.

Allein in Düsseldorf legten nach Gewerkschaftsangaben mehr als 200 Mitarbeiter der Firma zwischen 06.00 Uhr und 14.30 Uhr die Arbeit nieder. Nach Angaben eines Flughafensprechers kam es durch den Warnstreik bei den Abflügen vereinzelt zu Verspätungen bis zu 30 Minuten. Einige Passagiere hätten auch bis zu 60 Minuten am Gepäckband auf ihre Koffer warten müssen.

Die Gewerkschaft berichtete außerdem, Flugzeuge seien ohne Gepäck gestartet. Dem Flughafen lagen dazu allerdings keine Informationen vor. "Die Priorität der Fluggesellschaften liegt auf den Passagieren", sagte ein Flughafensprecher. Bei einem Streik könne es daher vorkommen, dass das Gepäck hinterhergeschickt werde. In Hannover beteiligten sich Verdi zufolge 16 Mitarbeiter der Frühschicht an dem Ausstand.

Gewerkschaftssprecher Peter Büddicker zog am Nachmittag eine positive Bilanz des Arbeitskampfs. "Unser Ziel war es, wirtschaftlichen Druck auf Aviapartner auszuüben, nicht Flüge zu stören. Dieses Ziel haben wir sicher erreicht."

Die Gewerkschaft will mit dem Warnstreik Druck im laufenden Tarifstreit mit dem Unternehmen ausüben. Die Verhandlungen für mehr Einkommen und einen verbesserten Entgeltrahmentarifvertrag für die insgesamt 800 Beschäftigten des Unternehmens seien nach vier Verhandlungstagen und einem Sondierungsgespräch bisher ohne Ergebnis geblieben.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.