Warnstreiks treffen auch Cebit

Hannover/München - Nächste Runde im Tarifkampf für den öffentlichen Dienst: Am Donnerstag liegen die Schwerpunkte der Warnstreiks in Bayern und im Raum Hannover. Das trifft auch die weltgrößte Computermesse Cebit.

Busse und Bahnen in Hannover blieben im Depot - das spürt auch die weltgrößte Computermesse CeBIT. Nach Angaben von Verdi sind im Laufe des Tages etwa 20 000 Messebesucher betroffen. „Sicherlich ist es nicht schön, dass man es während der CeBIT machen muss, das tut uns auch leid“, sagte Uwe Köhler, Verdi-Sprecher aus Niedersachsen, der Nachrichtenagentur dpa. „Aber wir mussten die Zeit ja nutzen, zwischen der ersten und zweiten Verhandlungsrunde.“

In Bayern ist der Nahverkehr dagegen nicht betroffen. Im Freistaat sollen dafür andere Bereiche bestreikt werden. „Besonders merken werden es die Bürger dort, wo es um die öffentliche Dienstleistung geht, und hier ganz speziell bei den Kinderbetreuungseinrichtungen“, sagte Verdi-Sprecher Hans Sterr aus Bayern. Man habe versucht, bei den Warnstreiks alle Sparten und Bereiche abzudecken. Regionale Schwerpunkte gebe es nicht, Großstädte wie Nürnberg und München würden allein wegen ihrer Größe aber einen großen Teil des Warnstreiks abbekommen.

Mit Warnstreiks seit Wochenbeginn versucht die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Forderungen zu unterstreichen. Sie will 6,5 Prozent mehr Gehalt für die bundesweit rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen, mindestens aber ein Plus von 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt - sie halten die Forderungen für überzogen. „Wir sind guter Dinge, dass Montag und Dienstag ein vernünftiges Angebot auf den Tisch kommt“, sagte Köhler.

In Hessen, Berlin, Brandenburg und Bremen sind Verdi zufolge ebenfalls Aktionen geplant. Auch Baden-Württemberg ist den zweiten Tag in Folge von Warnstreiks betroffen. Nachdem am Mittwoch unter anderem in Stuttgart und Karlsruhe der Öffentliche Nahverkehr stillstand, sollen heute die Regionen um Villingen-Schwenningen, Rottweil und Tuttlingen betroffen sein. Das gelte vor allem für die Landratsämter, die Bundesagentur für Arbeit, die Technischen Betriebe und Stadtwerke in den Landkreisen, hieß es von Verdi.

dpa

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