Warnung vor Stromengpässen im kommenden Winter

Köln - Die Deutsche Energie-Agentur Dena hat angesichts des geplanten Atomausstiegs angemahnt, "sehr schnell" zu überprüfen, wie der Stromverbrauch im kommenden Winter aussehen könnte. Was sie gegen Engpässe empfiehlt:

Die Deutsche Energie-Agentur Dena hat angesichts des geplanten Atomausstiegs erneut die Notwendigkeit neuer Gas- und Kohlekraftwerke betont. Photovoltaik und Windenergie stünden nicht immer gesichert zur Verfügung, sagte Dena-Chef Stephan Kohler am Montag im ARD-“Morgenmagazin“. Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, seien deshalb nach Dena-Berechnungen neue Gas- oder Steinkohlekraftwerke mit einer Kapazität von 10.000 bis 12.000 Megawatt nötig.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

AKW Deutschland Europa
In Deutschland sind 17 Atomkraftwerke in Betrieb (Gesamtleistung 20 490 Megawatt) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Bayern stehen insgesamt fünf AKW: Hier das Atomkraftwerk in Gundremmingen. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier die beiden Atomkraftwerke Isar 1 und 2 nahe Essenbach in Niederbayern. Der Reaktor Isar 1 steht seit Jahren in der Kritik. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier das Atomkraftwerk in Grafenrheinfeld bei Schweinfurt in Bayern. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Hessen stehen die beiden seit Jahren umstrittenen Atomkraftwerke Biblis A und Biblis B. Biblis A wurde im Jahr 1974 in Betrieb genommen und ist der älteste noch genutzte Reaktor. © dpa
AKW Deutschland Europa
Niedersachsen zählt insgesamt drei Atomkraftwerke: hier das AKW in Grohnde an der Weser. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier das Kernkraftwerk Emsland nahe Lingen in Niedersachsen. © dpa
AKW Deutschland Europa
Das Kernkraftwerk Unterweser nahe Rodenkirchen in Niedersachsen. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Schleswig-Holstein sind insgesamt drei AKW am Netz. Hier das Kernkraftwerk Brokdorf. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier das AKW Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. © dpa
AKW Deutschland Europa
Das Kernkraftwerk in Krümmel (Schleswig-Holstein). © dpa
AKW Deutschland Europa
In Baden-Württemberg sind insgesamt vier AKW am Netz. Hier die besonders umstrittenen Kraftwerke Neckarwestheim 1 und 2. © dpa
AKW Deutschland Europa
Hier die Kraftwerke Philippsburg 1 und Philippsburg 2 in Baden-Württemberg. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Europa sind derzeit 195 Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 170 Gigawatt am Netz (Stand Januar 2011). © dpa
AKW Deutschland Europa
In Belgien sind sieben Atomkraftwerke in Betrieb (5 926 Megawatt) © dpa
AKW Deutschland Europa
Finnland betreibt vier AKW (2 716 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Frankreich sind 58 AKW in Betrieb mit einer Gesamtleistung von 63 130 MW (hier der Standort Cattenom) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Großbritannien gibt es 19 AKW (10 137 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Die Niederlande betreiben nur ein Atomkraftwerk (487 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
32 Atomkraftwerke stehen in Russland (22 693 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In der Schweiz sind fünf AKW am Netz mit einer Gesamtleistung von 3 238 MW (hier der Standort Leibstadt) © dpa
AKW Deutschland Europa
Vier Atomkraftwerke stehen in der Slowakei (1 792 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Nur ein Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 666 MW ist in Slowenien in Betrieb. © dpa
AKW Deutschland Europa
In Bulgarien gibt es zwei AKW (1 906 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Acht Atomkraftwerke sind in Spanien am Netz (7 516 MW, hier Asco) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Tschechien werden sechs AKW betrieben (3 678 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
Ungarn zählt vier Kraftwerke (1 889 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In der Ukraine sind 15 AKW mit einer Gesamtleistung von 13 107 MW am Netz (hier Tschernobyl, bei dem sich im Jahr 1986 ein Super-GAU ereignete) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Rumänien stehen zwei Atomkraftwerke (Gesamtleistung 1 300 MW) © dpa
AKW Deutschland Europa
In Schweden sind zehn AKW am Netz (9 303 MW, hier der Standort Oskarshamm) © dpa

Derzeit würden etwa 2.000 bis 2.500 Megawatt Strom - vor allem Braunkohlestrom aus Tschechien und Atomstrom aus Frankreich - aus dem Ausland importiert. Es sei jedoch wichtig, dass “sehr schnell“ überprüft werde, wie die Lage im kommenden Winter aussehen könnte, wenn der Stromverbrauch höher ist als im Frühjahr und Sommer.

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich am (heutigen) Montag mit den Bundestags-Fraktionschefs zu einem Gespräch über die künftige Energiepolitik im Kanzleramt. Am 6. Juni soll das Bundeskabinett die Energiewende beschließen. Bundestag und Bundesrat hätten dann fünf Wochen für die Beratungen und die Verabschiedung. Am 8. Juli sind die letzten Sitzungen von Bundestag und Länderkammer vor der Sommerpause terminiert.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.