Versagensängste

Was hinter beruflicher Unzufriedenheit stecken kann

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Angst vor Versagen kann der Karriere im Weg stehen. Betroffene sollten herausfinden, warum es diese Angst gibt.

Zu viel Angst vor dem eigenen Scheitern führt auf Dauer zu Frust - dies kann vor allem im Beruf eine große Rolle spielen. Die Blockaden im Job lassen sich oft bis in die Kindheit zurückverfolgen. Doch es gibt auch eine Lösung.

München - Sind Berufstätige mit ihrem Job unzufrieden, können dahinter Versagensängste stecken. Mancher hat so viel Angst vor dem Scheitern, dass er sich im Beruf freiwillig in die zweite Reihe begibt, sagt die Diplom-Psychologin und Karriereberaterin Madeleine Leitner aus München.

Das ist im ersten Moment einfacher: Da man nicht die Person im Rampenlicht ist, besteht weniger Gefahr, etwas falsch zu machen. Gleichzeitig erfüllt einen die Rolle aber nicht unbedingt.

Betroffen sind häufig Personen, die bereits in der Kindheit gelernt haben, dass Fehler etwas Schlechtes sind, für das man sich schämen muss. Das kann etwa sein, dass die Eltern Kinder für Fehler verspottet oder sogar bestraft haben. Die Folge kann sein, dass diejenigen das Rampenlicht scheuen - und sie sich dadurch in ihrer Karriere selbst blockieren.

Dagegen hilft, sich die Ängste zunächst bewusstzumachen - etwa, dass man Angst hat, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Anschließend kann man dann überlegen, warum es diese Angst gibt. Hat man zum Beispiel Sorge, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren? Viele Ängste stellen sich als völlig irrational heraus. Und es gilt dann auch: Je öfter man sich Situationen stellt, vor denen man Angst hat, desto leichter wird es, sie zu überstehen.

dpa/tmn

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