Wegen Chinesen: Baby-Milchpulver wird knapp

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Eine Packung Milupa Aptamil des Danone-Konzerns. Die Sorge chinesischer Eltern um ihre Kinder führt in Deutschland zu Lieferengpässen für Säuglingsnahrung.

Friedrichsdorf - Die Sorge chinesischer Eltern um ihre Kinder führt in Deutschland zu Lieferengpässen für Säuglingsnahrung.

Der zum Danone-Konzern gehörende Marktführer Milupa bestätigte am Freitag einen Bericht der „Bild-Zeitung“, demzufolge in den vergangenen Monaten die Nachfrage nach den Trockenmilch-Produkten Milumil und Aptamil sprunghaft angestiegen ist. Insbesondere in Ballungsgebieten wie Berlin, Rhein-Main oder in NRW hätten sich in den vergangenen Monaten viele Kunden über leere Regal beklagt, berichtete Unternehmenssprecher Stefan Stohl am Freitag in Friedrichsdorf bei Frankfurt.

Hintergrund ist der Skandal um mit der Industriechemikalie Melamin verseuchte Milch in China 2008, bei dem mindestens sechs Säuglinge starben und rund 300.000 erkrankten. Laut „Bild“ schwören seitdem viele Chinesen auf Trockenmilch aus Deutschland. Als Danone-Tochter beschränkt sich die Milupa GmbH aber auf den deutschen Markt und verkauft nach eigenen Angaben nicht in den Export. Dieses Geschäft übernehmen offenbar Klein-Exporteure auf eigene Faust.

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Das Milupa-Werk für Säuglingsmilch in Fulda arbeitet nach Angaben Stohls an der obersten Auslastungsgrenze im 24-Stunden-Betrieb. Die Anlagen stünden im Jahr lediglich an fünf Tagen für Wartungsarbeiten still. Die Zahl der monatlich verkauften Säuglingsmilch-Packungen sei 2012 innerhalb weniger Monate um ein Drittel angestiegen, der Milupa-Marktanteil sprunghaft auf etwa 45 Prozent gestiegen. Derzeit werde auch die Einrichtung einer weiteren Produktionslinie im Danone-Verbund vorbereitet. Das Unternehmen will zudem gemeinsam mit dem Handel Hamsterkäufe unterbinden.

dpa

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