Von wegen Kaffee kochen

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Eigenes Projekt: Im Rahmen ihrer Ausbildung beim Landkreis Kassel beschäftigen sich die Inspektoranwärterinnen Sina Möller (von links), Katharina Krönung und Julia Eberhardt mit Heimkindern aus den 1950er- bis 1970er-Jahren.

Ausbildungsberufe in der Verwaltung entsprechen schon lange nicht mehr alten Klischees. Kopieren und Kaffee kochen? Das war einmal.

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Langweilig und monoton? Im Gegenteil: Wer sich in Kassel für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst entscheidet, entscheidet sich für einen attraktiven und anspruchsvollen Beruf mit einem breiten sowie vielfältigen Einsatzspektrum.

Egal ob Kaufmann für Bürokommunikation bei der Stadt Kassel, Verwaltungsfachangestellter an der Universität, Fachinformatiker beim Landeswohlfahrtsverband Hessen oder Inspektoranwärter am Regierungspräsidium – Azubis im öffentlichen Dienst durchlaufen im Rahmen ihrer Ausbildung verschiedene Fachbereiche und Dezernate, lernen unterschiedliche Rechts- und Sachgebiete kennen und dürfen oft schon bald eigenständig Projekte bearbeiten. Neben der berufspraktischen Ausbildung in der Verwaltung besuchen sie im ständigen Wechsel zudem – je nach eingeschlagener Laufbahn – die Berufsschule, das Verwaltungsseminar oder die Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung. Dort erlangen sie die jeweiligen fachtheoretischen Kenntnisse.

Ein guter Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss – mit dieser Voraussetzung kann man beispielsweise eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation bei der Stadt Kassel absolvieren, die im Jahr 2014 in insgesamt sieben Berufen ausbildet. Die kaufmännische Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt in verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung sowie an der Martin-Luther-King-Schule in Kassel. Neben Schriftverkehr, Terminplanung und dem Erstellen von Karteien, Statistiken und Dateien assistieren die Azubis bei Sitzungen sowie Tagungen, kümmern sich um Teilbereiche in der Sachbearbeitung und unterstützen Führungskräfte.

Vorraussetzungen

Wer sich für eine dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten – zum Beispiel an der Universität Kassel – interessiert, sollte über einen mittleren Bildungsabschluss verfügen und gute Noten in Deutsch, Englisch, Politik und Wirtschaft sowie Mathematik mitbringen. Ebenfalls gefragt sind Teamfähigkeit, eine gute Auffassungsgabe sowie Kommunikations- und Organisationsfähigkeit. Die praktische Ausbildung findet in den Abteilungen der zentralen Universitätsverwaltung am Holländischen Platz statt, die theoretische Ausbildung wird von der Kasseler Friedrich-List-Schule und vom Hessischen Verwaltungsschulverband (Verwaltungsseminar Kassel) abgedeckt. Unter anderem befassen sich die Azubis mit öffentlichem Finanzwesen, Rechnungswesen, Verwaltungsverfahren, Personalwesen und kümmern sich um studentische Angelegenheiten.

Gehobener Dienst

Für eine Laufbahn im gehobenen Dienst wird das Abitur oder eine gute Fachhochschulreife vorausgesetzt. Inspektoranwärter besuchen im Rahmen ihres dreijährigen Vorbereitungsdienstes neben ihrer Ausbildungsbehörde, beispielsweise das Regierungspräsidium Kassel oder der Landeswohlfahrtsverband, auch die Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung. Inhalte der fachtheoretischen Studienabschnitte (Abschluss: Bachelor of Arts) sind unter anderem Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Kommunal- und Verwaltungsrecht, Empirische Sozialforschung sowie Politologie, Psychologie und Staats- sowie Verfassungsrecht. Nach absolvierter Laufbahnprüfung und Probezeit ist in der Regel ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit vorgesehen.

Viele Vorteile

Im Verhältnis zu anderen Berufen, liegt die Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst im oberen Mittelfeld. Nach absolvierter Ausbildung bestehen jeweils umfassende berufliche Fortbildungs-, Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Dank verschiedener Arbeitszeit- und Teilzeitmodelle bietet der öffentliche Dienst eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Arbeitsplatz und berücksichtigt die individuellen Lebenssituationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch das ist in anderen Berufen längst nicht selbstverständlich. (psn)

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