Weinlese in Deutschland: Winzer erwarten geringere Ernte

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Trauben der Sorte Ortega werden in Neustadt an der Weinstraße geerntet. Foto: Uwe Anspach

Neustadt/Weinstraße (dpa) - Die Winzer in Deutschland erwarten in diesem Jahr eine etwas geringere Erntemenge als im langjährigen Durchschnitt.

Der Schädling Falscher Mehltau hatte sich durch den feuchten Frühsommer stark ausgebreitet und in fast allen Regionen zu Ausfällen geführt, wie das Deutsche Weininstitut am Montag mitteilte. Die Winzer mussten viel Pflanzenschutzmittel spritzen und entlauben, damit die Trauben schneller abtrocknen konnten.

Die offizielle Weinlese in Deutschland begann mit der Ernte der ersten Trauben für den Federweißen in Neustadt an der Weinstraße. Die Winzer dort ernten zunächst die frühreife Sorte "Solaris" - und zwar traditionell mit der Hand, ohne den Einsatz von Maschinen. In den kommenden Tagen soll auch in den anderen Anbaugebieten die Lese für den halbvergorenen Wein beginnen. Die Hauptlese dürfte Mitte bis Ende September starten.

Der zehnjährige Durchschnitt liegt bei neun Millionen Hektolitern Wein. 2013 und 2010 waren unterdurchschnittliche Jahrgänge. Die Ertragsrebfläche ist seit Jahren auf etwa 100 000 Hektar festgeschrieben. Wenn der Herbst nun sonnig und trocken werde, dann könne dies in Verbindung mit der ausreichenden Wasserversorgung einen guten Jahrgang ergeben, sagte eine Sprecher des Weininstituts.

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