Sparkasse Werra-Meißner steigert Ergebnis

„Weiter auf Sicht steuern“

Eschwege. „Verhalten optimistisch“ blickt Frank Nickel (50), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Werra-Meißner, auf das Geschäftsjahr 2011. Dabei dämpft nicht die Entwicklung des Geldinstituts seinen Optimismus, sondern die globale Wirtschaft. Sie sei nicht im Lot und dies könnte auf Deutschland durchschlagen, sagt er in Eschwege. Deshalb: „Wir werden weiter auf Sicht steuern.“

2011 erwartet der Sparkassen-Chef ein Betriebsergebnis vor Bewertung, das heißt vor Abzug von Steuern und Wertberichtigungen für faule Kredite, zwischen 18,5 und 19,5 Millionen Euro. 2010 ist der Wert auf 20,2 Mio. Euro (2009: 15,7 Mio.) gestiegen.

Die Abschreibungen auf Wertpapiere und der Wertberichtigungsbedarf liegen mit 4,5 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau. Nach Bewertung und Abzug der Steuern, die bei sieben Mio. liegen werden, dürften zwischen fünf und sieben Mio. Euro übrig bleiben. Damit will Nickel das Eigenkapital des öffentlich-rechtlichen Geldinstituts aufpolstern. Die Eigenkapitalquote läge dann bei 14 Prozent.

„Wir brauchen dieses Ergebnis, um gut auf die Anforderungen der Zukunft vorbereitet zu sein und unsere Sparkasse stabil weiterführen zu können“, sagt Nickel und lobt seine 427 Mitarbeiter, die mit Engagement, Beratung und Verkauf zum Ergebnis beigetragen hätten.

Die Bilanzsumme hat von 1,66 auf 1,67 Milliarden Euro zugelegt. Ergebnistreiber sind mit plus elf Prozent der Zins- und mit plus 12,6 Prozent der Provisionsüberschuss. Dies führt dazu, dass die Sparkasse nur noch 59,7 statt 65,08 Cent ausgeben muss, um einen Euro zu verdienen. Verbessert hat sich auch das Zinsergebnis. Profitiert hat die Sparkasse von der Ertragsquelle Fristentransformation. Dabei nutzen Banken kurzfristige Kundensparanlagen, um langfristige Kredite zu vergeben. Eine Strategie, die nur funktioniert, wenn die kurzfristigen Zinsen niedriger sind, als jene für langfristige Geldanlagen.

Kundeneinlagen und Kreditvolumen blieben fast identisch. Unternehmen wie Privatkunden investieren wieder, stellt Vorstandsmitglied Wolfgang Wilke (47) fest. Unternehmer steckten ihr Geld überwiegend in Maschinen und Immobilien, Privatkunden vor allem in Fotovoltaik.

Von Martina Wewetzer

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