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WEKAL Maschinenbau GmbH: Pionier der industriellen Automatisierung

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Zahnräder auf Reisen: Andreas Baust kontrolliert das Transportsystem, damit die Werkstücke zuverlässig und sekundengenau dort eintreffen, wo sie auf der Produktionsstraße gebraucht werden.

Der Zug in Richtung Industrie 4.0 gewinnt immer mehr an Fahrt. Im Maschinenbau reicht es längst nicht mehr, einzelne Komponenten für die Errichtung moderner Fertigungsstraßen zu entwickeln und zu bauen.

Gefragt sind kreative und intelligente Lösungen, die die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung eines durchweg vernetzten Produktionsprozesses optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Industriekunden auf den globalen Märkten stärken.

Geschäftsführer Klaus Degenhardt blickt stolz in Richtung Zukunft.

Die WEKAL Maschinenbau GmbH mit Hauptsitz in Fritzlar und einem zweiten Werk in Lichtenstein/Sachsen hat die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt. Das ursprünglich vor über 40 Jahren von fünf Partnern als einfacher Stahlbau-Betrieb gegründete Unternehmen wurde stetig weiterentwickelt. Die Unternehmensgründer Jürgen Albers und Herbert Eifert setzten bereits in den 80er Jahren die Weiterentwicklung in Richtung Maschinenbau und Automationstechnik um. „Heute sind wir Pioniere bei der Lösung und Umsetzung von neuen Automatisierungsaufgaben. Wir bieten unseren Kunden alles aus einer Hand. Wer einmal bei uns gekauft hat, kommt gern und immer wieder. Unser Know-how in der Planungsphase und unsere Zuverlässigkeit und Termintreue in der Projektumsetzung haben sich herumgesprochen“, sagt Geschäftsführer Klaus Degenhardt.

Maßgeschneiderte Lösungen

Die Produkte von WEKAL sind gefragt, weil sie sich nahtlos und flexibel in komplexe, häufig wechselnde Fertigungsprozesse integrieren lassen. „Wir verkaufen keine Komponenten, sondern maßgeschneiderte Lösungen“, sagt Geschäftsführer Degenhardt.

Moderne Technologien: Markus Geck haucht dem Roboter mit geschickter Programmierung „Intelligenz“ ein, damit er seine Aufgabe erfüllen kann.

Die von WEKAL entwickelten und eigens gebauten Palettensysteme, Rollenbahnen, Kettenförderer, Roboterzellen, Portanlagen, Beschriftungs- und Elektroanlagen sorgen für reibungslose Produktionsprozesse und Taktgenauigkeit: Werkstücke wie Wellen, Zahnräder, Gehäuse, Fahrwerksteile oder sonstige Fertigungskomponenten aus den verschiedensten Industriezweigen gehen auf den WEKAL-Fördersystemen auf Reisen und kommen auf der Produktionsstraße exakt dort an, wo und wann der Kunde sie benötigt. „Wir stehen für eine große Fertigungstiefe. Wir konstruieren und bauen alle Anlagen selbst und unterziehen sie einem Dauertest, bevor wir sie an den Kunden ausliefern“, erklärt Degenhardt.

Vom Erfindungsreichtum des Unternehmens zeugen zahlreiche Patente und die Auszeichnung zu einem der 100 besten Innovationsführer Deutschlands in diesem Jahr. Immer breiteren Raum nähmen vor allem Software-Lösungen für die Steuerungstechnik von WEKAL-Anlagen ein, sagt Degenhardt. Für dieses Segment ist WEKAL mit erfahrenen Fachleuten der Elektrotechnik bestens gerüstet.

Gute Aussichten für die Zukunft

2010 wurden die Weichen von der Unternehmensleitung für die Zukunft neu gestellt. Seitdem ist das mittelständische Unternehmen global ausgerichtet, agiert als starker Partner der Automobilindustrie, vieler Maschinenhersteller und weiterer Komponentenfertiger und baut seine Anlagen weltweit auf. Daneben bietet WEKAL seinen Kunden ein umfassendes Service- Paket, das auch die spätere Modifizierung seiner Anlagen umfasst.

Herr der Kabel und Schaltungen: Hüseyin Babayigit erledigt die Elektroinstallation für eine automatisierte Anlage.

„Unter anderem ist der asiatische Raum für uns ein interessanter Wachstumsmarkt. Gerade hatten wir eine längere Videokonferenz mit Geschäftspartnern im Reich der Mitte“, erklärt Degenhardt. Die Umsatzzahlen von WEKAL belegen eindrücklich, dass sich das Unternehmen stetig auf der Erfolgsspur bewegt: In den vergangenen sieben Jahren hat sich der Gesamtumsatz fast verdreifacht, die Zahl der Mitarbeiter ist in diesem Zeitraum um über 130 auf 276 Mitarbeiter an beiden Standorten gestiegen. Kein Wunder, dass die alte Zentralverwaltung in Fritzlar schon vor drei Jahren schlicht aus den Nähten zu platzen drohte. 2017 hat das Unternehmen seine neue, architektonisch sehr gelungene Unternehmenszentrale an der Wekalstraße eingeweiht. Dort ist Platz für die 120 Mitarbeiter der Verwaltung sowie der Konstruktions- und Entwicklungsabteilung – dem „Gehirn“ von WEKAL. „Unsere Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen“, sagt Klaus Degenhardt.

Großen Wert legt das Unternehmen auf den eigenen Nachwuchs. 28 Auszubildende werden am Standort in vier Berufen ausgebildet. (pdi)

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