Weniger Emissionen, weniger Verkehr

Initiative für Lang-Lkw: Sie sollen die Umwelt und den Verkehr weniger belasten. (Fotos: Fotolia)

Der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) begrüßt ausdrücklich die jüngsten Aktivitäten des Bundesverkehrsministeriums (BMVBS) zur Vorbereitung des Feldversuchs mit Lang-Lkw. „Mit der Vorlage des Entwurfs einer Ausnahmegenehmigung hat Minister Ramsauer einen wichtigen Meilenstein erreicht“, freut sich BIEK-Vorstand Hans-Peter Teufers. „Die Branche ist zuversichtlich, dass der breit angelegte, wissenschaftlich begleitete Versuch bald starten kann.“

„Innovative Konzepte bei allen Verkehrsträgern, auch auf der Straße, sind zwingend notwendig, um das künftige Güterverkehrsaufkommen bewältigen zu können. Schiene und Binnenschiff werden das erwartete Wachstum nicht allein bewältigen können.“

Hans-Peter Teufers

Lang-Lkw haben in vereinzelten Tests in deutschen Bundesländern, aber auch im Ausland, bereits ihre ökologischen, ökonomischen und verkehrlichen Vorteile sowie ihre Verkehrssicherheit unter Beweis gestellt. „Innovative Konzepte bei allen Verkehrsträgern, auch auf der Straße, sind zwingend notwendig, um das künftige Güterverkehrsaufkommen bewältigen zu können. Schiene und Binnenschiff werden das erwartete Wachstum nicht allein bewältigen können“, erklärt Hans-Peter Teufers weiter.

30 Prozent weniger Treibstoff, 13 Prozent weniger Verkehr

Die Argumente, die für den Lang-Lkw, auch Ökoliner genannt, sprechen, sind offensichtlich: Zwei Lang-Lkw transportieren dieselbe Menge wie drei Kurz-Lkw. Das bedeutet 25 bis 30 Prozent weniger Treibstoff und entsprechend weniger Emissionen. Der Einsatz von zwei Lang-Lkw statt drei Standard-Lkw reduziert auch das Verkehrsaufkommen. So rechnen Experten mit einer möglichen Reduktion von zumindest acht Prozent, auf hoch belasteten Autobahnen werden sogar bis zu 13 Prozent Reduktion prognostiziert.

Dass Lang-Lkw moderner motorisiert und ausgestattet sind und weniger Lkw auch den eklatanten Fahrermangel entspannen würden, sind nur zwei weitere Argumente, die für den Ökoliner sprechen.

Nun sollten die teilnehmenden Bundesländer zügig alle Strecken an das Ministerium melden, um den Startschuss zum Versuch zeitnah zu ermöglichen. Der BIEK wird weiterhin die Vorbereitung inklusive der zweckmäßigen Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen konstruktiv begleiten. HKK

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