Weniger private Insolvenzen in Deutschland

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Immer weniger Menschen müssen jedes Jahr private Insolvenz anmelden. Foto: Heiko Wolfraum

Hamburg (dpa) - Immer weniger Privatpersonen in Deutschland müssen den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Dieser Trend halte bereits über fünf Jahre an und werde sich auch im laufenden Jahr fortsetzen, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel in Hamburg mit.

Im vergangenen Jahr mussten knapp 108 000 Personen eine private Insolvenz anmelden, das waren 6,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im laufenden Jahr erwartet Bürgel rund 100 000 private Insolvenzen. Damit wäre der Stand von 2005 wieder erreicht.

Die wichtigste Ursache für den Rückgang der Privatinsolvenzen sei die gute Lage am Arbeitsmarkt. "Arbeitslosigkeit gilt als Hauptauslöser Nummer eins für eine Privatinsolvenz", sagte Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin. "Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, werden auch die Privatinsolvenzen wieder steigen." Zudem wirkten sich die relativ hohen Tarifabschlüsse und die niedrige Inflation positiv auf die Einkommenssituation der Bundesbürger aus.

Bürgel-Schuldenbarometer 2015

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