Werkstoff Nummer eins

Stahl ist eine Legierung – das heißt, ein Mischmetall, das durch Zusammenschmelzen mehrerer Stoffe entsteht. Heutzutage gibt es weltweit über 2500 genormte Sorten an Stahl, sie alle bestehen überwiegend aus Roheisen. Roheisen besteht aus dem Element Eisen und mehr als drei Prozent Kohlenstoff. Der hohe Kohlenstoffanteil macht Roheisen spröde, sodass es leicht zerbricht. Gewonnen wird das Roheisen aus Eisenerz. Heutzutage geschieht dies in Hochöfen. Das dort gewonnene Roheisen wird im Stahlwerk weiter zu Stahl verarbeitet. Stahl hat nur noch einen Kohlenstoffanteil von weniger als zwei Prozent. Das macht das Material weicher, sodass es sich gut schmieden und walzen lässt. Stahl ist elastisch, aber dennoch stabil und widerstandsfähig und deshalb ein vielseitiger Werkstoff.

Vor allem im Bau wird Stahl eingesetzt. Hohe Tragfähigkeit, variable Nutzungsmöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und gute Recyclingeigenschaften – all das sind entscheidende Kriterien bei der Auswahl moderner Baustoffe. Linienförmige Tragkonstruktionen und raumschließende Leichtbauelemente aus Stahl erfüllen diese Ansprüche in hervorragender Weise.

Aber auch in die Welt des Designs hat Stahl Eingang gefunden. Führende Designer nutzen Stahl, um ihren Kreationen Form und Funktion zu geben. Der Werkstoff ist gut zu verarbeiten, hochwertig in Optik und Haptik sowie von langer Lebensdauer. Am Ende des Lebenszyklus wird Stahl zu 100 Prozent in den Werkstoffkreislauf zurückgeführt.

Auch bei der Erzeugung von Energie kann auf Stahl nicht verzichtet werden. Hochfeste und temperaturbeständige Stähle in thermischen Kraftwerken verbessern die Wirkungsgrade und senken den Verbrauch von Primärenergieträgern. Die Erneuerung fossiler Kraftwerke spart 400 Mal mehr CO2 ein, als für ihren Bau aufgewendet wird.

Und auch die Nutzung erneuerbarer Energien aus Sonne, Wind und Wasser ist ohne Stahl nicht denkbar. Windenergieanlagen beispielsweise sparen 32 Mal mehr CO2 als ihre Herstellung verursacht. In Generatoren, Transformatoren und Elektromotoren tragen hocheffiziente Elektrobleche zur Steigerung der Wirkungsgrade bis zu 99 Prozent bei.

Die Beispiele zeigen: Wenn es um große Leistungen geht, ist Stahl der Werkstoff der Wahl. HKK L

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