Hochprozentige Rendite

Vater hat Sohn jedes Jahr Whisky geschenkt: Jetzt hat der Schotte die Sammlung versteigert und kauft dafür ein Haus

Whisky von der Edel-Brennerei Macallan. Eine lückenlose Sammlung von 28 Jahrgängen hat Sammler jetzt weltweit in Aufregung versetzt.
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Whisky von der Edel-Brennerei Macallan. Eine lückenlose Sammlung von 28 Jahrgängen hat Sammler jetzt weltweit in Aufregung versetzt.

Ein Schotte hat bereits als Baby zum Geburtstag seine erste Flasche Scotch bekommen. Jetzt hat er die Sammlung der schottischen Edel-Brennerei Macallan verkauft - und zahlt damit sein Haus an.  

  • Ein Schotte hat seinem Sohn über 20 Jahre zum Geburtstag eine Flasche Luxus-Whisky geschenkt.
  • Jetzt ist die einzigartige Sammlung unter den Hammer gekommen.
  • Ein Sammler hat gerade 44.500 Pfund für die Sammlung der Highland-Hochprozenter bezahlt.

München - Whisky ist eigentlich eine schöne Sache. Kenner reden sich die Köpfe heiß über die schönste Farbe, die richtige geschmackliche Nuance schottischen Highland-Torfs und natürlich die beste Destillerie. Nur reich geworden ist mit Whisky bislang kaum einer. Beim Schotten Matthew Robson ist das anders.

Seit seinem ersten Geburtstag hat ihm sein Vater Pete jedes Jahr eine Flasche 18 Jahre alten Scotch Single Malt der Destillierie Macallan geschenkt. Im Laufe der Jahre hat der Vater für die 28 Flaschen der Jahrgänge 1974 bis 2019 insgesamt rund 5000 Pfund investiert.

Macallan-Whisky-Sammlung hat 45.000 Pfund eingebracht

Nun hat der Junior die Kollektion auf der Online-Plattform Marklitter.com verkauft. Für 44.000 Pfund ist die edle Sammlung jetzt an einen ausländischen Bieter weggegangen, erklärte der Whisky-Broker auf Anfrage von Merkur.de* am Dienstag, natürlich in Original-Verpackung und - großes Ehrenwort - komplett ungeöffnet. Das Geld ist inzwischen überwiesen. Ende der Woche sollen die Flaschen versendet werden, sagte Litter. Üblicherweise braucht es Jahre, bis Sammler eine solche lückenlose Kollektion zusammen haben. Mit der Edition des standhaften Schotten geht das jetzt praktisch über Nacht.  

Kein Wunder, dass Sammler hochprozentiger Super-Whiskys entsprechend steil gegangen sind. Vor allem in Singapur, Hong Kong, London und Berlin sorgte die lückenlose Sammlung der begehrten Hochprozenter aus dem schottischen Hochland für Begehrlichkeiten. „Das war ein perfektes Set“, urteilte der Whisky Broker und Auktionsplattform-Betreiber Mark Litter.

Whisky: Macallan ist die S-Klasse unter den schottischen Single Malts

Aber Macallan ist auch nicht irgendein Whisky. Die Brennerei aus dem schottischen Easter Elchies gilt als absolute Top-Adresse im Whisky-Mekka rund um den schottischen Cairngorms Nationalpark. Auch weltweit halten viele Connaisseure „The Macallan“ inzwischen für das Nonplus-Ultra. Macallen-Flaschen würden ähnlich gesammelt „wie Rolex-Uhren oder Hermes-Handtaschen“, sagte Litter.

Das zeigt sich auch im Preis. In den vergangenen fünf bis zehn Jahren sei der Wert vieler Macallan-Whiskys „massiv gestiegen“, sagt Branchen-Experte Litter. Einzelne Flaschen besonders begehrter Jahrgänge wie der 1958er Jubiläumsscotch der weltberühmten Brennerei gehen schon mal für 5000 Pfund über die virtuelle Ladentheke.   

Dass sein Scotch-Investment eines Tages mal so viel Rendite einspielen könnte, hat natürlich auch Robson Senior nicht erwartet. Er habe sich eines Tages gedacht, es könnte sehr interessant sein, „18 Flaschen über 18 Jahres zu sammeln und meinem Sohn dann als letzte Flasche den Whisky aus seinem Geburtsjahr zu schenken“, sagte er der britischen Daily Mail. Mit der Zeit habe er dann gesehen, wie der Wert der Sammlung „deutlich stieg“.

Bei seinem Sohn sorgte die ungewöhnliche Sammelleidenschaft des Vaters in den ersten Jahren dagegen eher zunächst für Verwirrung. Es sei anfangs schon ein „sehr schrulliges Geschenk“ gewesen, sagte Robson der BBC. Aber zum Glück gab es zum Geburtstag neben dem Alkohol ja auch noch andere Präsente.

Robson Junior will sich jetzt ein Haus kaufen. Der Grundstock dafür soll aus den Verkaufserlösen seiner Macallan-Sammlung kommen. Entsprechend froh ist der 28-jährige Schotte über den Einfall seines Vaters: „Das mit dem Whisky“, resümierte er gegenüber der Daily Mail zufrieden, „war eine der besten Entscheidungen, die mein Vater für mich treffen konnte.“

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