Region Nordhessen punktet mit Logistik

„Wichtige Drehscheibe“

Die Expo Real in München ist die größte Europäische Fachmesse für Gewerbe-Immobilien. Auch Nordhessen präsentiert sich dort. Regionalmanager Holger Schach setzt nicht zuletzt auf die Stärken der Region als Logistikstandort.

Mit welchen Erwartungen stellt sich Nordhessen auf der Expo Real vor?

Holger Schach: Wir wollen uns im Umfeld der besten deutschen Wirtschaftsregionen positionieren und Investoren gewinnen.

Wie waren die Erfahrungen der vergangenen Jahre?

Schach: Nordhessen wird als gut organisierter und starker Standort wahrgenommen. Wichtige Projekte sind auf der Expo Real angebahnt und vertieft worden. Eine Konkretisierung ist hier aber schwierig. Denn die Expo Real ist eine Image- und Kontaktmesse. Konkrete Abschlüsse werden nicht gemacht.

In Rankings über die Qualität von Wirtschaftsstandorten landet Nordhessen meist auf den mittleren bis hinteren Rängen.

Schach: Die Region hatte einiges aufzuholen. Doch das ist geschehen.

Womit kann sie punkten?

Schach: Mit der Logistik. Nordhessen ist die wichtigste Warendrehscheibe Deutschlands und hat hier noch weiteres Potenzial. Wir haben insgesamt 25 bis 30 Flächen zu bieten. Die sechs attraktivsten Logistik-Flächen werden wir auf der Expo Real vorstellen.

Wie groß war bisher das Interesse an diesen Flächen?

Schach: Die Top-Flächen sollen Ansiedlungsmöglichkeiten stellvertretend für die ganze Region aufzeigen. Einige sind fast vermarktet, andere bieten noch Reserven. Seit wir 2004 dieses Paket auf den Weg gebracht haben sind 1,5 Milliarden Euro investiert worden und über 5000 Arbeitsplätze entstanden – aber eben nicht nur auf diesen Flächen.

Setzt Nordhessen damit auf ein einziges Zugpferd?

Schach: Nein. Die Region ist auch ideal für produzierendes Gewerbe. Je teurer Transport und Maut werden, desto interessanter werden wir mit unserer Lage mitten in Deutschland. Punkten können wir auch mit Erneuerbaren Energien, Tourismus und Gesundheitswesen.

Gibt es noch große, zusammenhängende Flächen?

Schach: Große, ebene Flächen zu finden, ist in unserer Mittelgebirgslandschaft nicht einfach. Die Region betreibt hier Arbeitsteilung. Unternehmen mit großem Flächenverbrauch müssen nicht unbedingt im Oberzentrum Kassel angesiedelt werden.

Welche Probleme gibt es bei der Vermarktung?

Schach: Mittlerweile werden Arbeitskräfte knapp. Wir müssen nicht nur um Unternehmen, sondern auch um Beschäftigte mit ihren Familien werben. Das ist angesichts des demographischen Wandels eine Chance für Nordhessen.

Von Barbara Will

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