Ab ins Ausland

Wie Jungingenieure sich richtig vorbereiten

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Markus Finck ist Ressourcenmanager für Beruf und Gesellschaft beim Verband Deutscher Ingenieure (VDI). Foto: VDI

Wer als junger Ingenieur einen Auslandsaufenthalt plant, sollte ein gutes Netzwerk und einen Karriereplan haben. Und besonders wichtig: im Unternehmen offen darüber reden.

Berlin (dpa/tmn) - Für junge Ingenieure ist ein Auslandsaufenthalt eine große Chance. Aber wie geht es danach weiter? Das müsse langfristig vorbereitet werden, erklärt Markus Finck vom Verband Deutscher Ingenieure (VDI). "Der komplette Prozess sollte vertraglich möglichst abgesichert sein.

Also: Wie lange bleibe ich im Ausland, reise ich allein oder mit Familie, welchen Status habe ich vor Ort, wie komme ich zurück?" Insbesondere junge Ingenieure, die schon früh ins Ausland wollen, sollten sich ein gutes Netzwerk mit Kontakten im eigenen Unternehmen aufbauen. Das gelte umso mehr in großen Konzernen, wo sich Unternehmensstrukturen verändern, sagt Markus Finck. "Es ist ganz wichtig, die Zeit im Unternehmen vorher gut zu nutzen, sein Netzwerk aufzubauen, Kontakte zu pflegen", rät er. "Sonst hat man nach der Rückkehr wenig Ansprechpartner."

Konkrete Rahmenbedingungen und der Ablauf der Auslandsentsendung sollten junge Ingenieure vorab mit dem Arbeitgeber vertraglich vereinbaren, sagt Finck, der Jungingenieure im VDI betreut. Voraussetzung dafür sei ein Plan, wie und wo die eigene Karriere hinführen soll. "Da muss man offen mit dem Unternehmen reden", sagt Finck.

Außerdem sollten sich junge Mitarbeiter über Mentoren-Programme für Ingenieure im Ausland informieren - im eigenen Konzern oder zum Beispiel beim VDI. "Ich kann dazu nur ermuntern, solche Programme zu nutzen. Das bietet eine Chance, das Netzwerk hier in Deutschland am Leben zu erhalten und sich auch zu vernetzen, wenn man zurückkommt", erklärt Finck.

Internationale und nationale Netzwerke des VDI

Rechtslage zur Auslandsentsendung von Arbeitnehmern (IHK Berlin)

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