Vorzeitiger Abschied von Eon Mitte

Wilckens gibt Chefposten ab

Abgang bei Eon besiegelt: Henrich Wilckens Foto: Koch

Kassel / Göttingen. Der Vorstandsvorsitzende von Eon Mitte, Henrich Wilckens, hat seinen Posten nach der Hauptversammlung des Regionalversorgers am Donnerstag abend vorzeitig beendet. Nach Unternehmensangaben verlässt der 63-jährige das Haus auf eigenen Wunsch. Sein Vertrag wäre zum Jahresende ausgelaufen.

Zugleich gibt es im Aufsichtsrat einen Wechsel: Dierk Paskert übernimmt von Hartmut Geldmacher den Vorsitz des Kontrollgremiums. Beide Manager gehören dem Vorstand der Konzerngesellschaft Eon Energie (München) an. Paskert ist dort für das Netzressort verantwortlich, Geldmacher für Personal.

Ein Konzessionsvertrag, den Eon Mitte im Kreis Altenkirchen (Siegerland) RWE abgejagt hatte, führte zu Unstimmigkeiten mit dem Konzern. In dem Kreis mit 130 000 Einwohnern, der an den Lahn-Dill-Kreis angrenzt, hatten sich 78 von 115 Städten und Gemeinden für Eon Mitte entschieden. Die Konzernmutter hat Zweifel daran, dass sich das Geschäft lohnt. Es kommt darauf an, die Hälfte der Einwohner in einem relativ geschlossenen Gebiet zu erreichen.

Wilckens Aufgaben übernehmen nun die Eon-Mitte Vorstände Thomas Weber und Georg von Meibom. Ob das Führungsgremium wieder auf drei Personen aufgestockt wird, ist noch offen.

Wilckens Abschied fällt in eine Zeit, in der der Regionalversorger zäh um die Konzessionsverträge ringt, von denen die meisten zum Jahresende auslaufen. Besonders sensibel ist die Lage in Kassels Speckgürtel. Dort wollen zwar 24 Kommunen einen gemeinsamen Versorger mit Eon Mitte gründen, Verträge sind aber noch nicht geschlossen.

Von Barbara Will

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