Ex-Fraport-Chef soll übernehmen

BER-Chefposten: Bender zögert noch

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Wilhelm Bender

Berlin - Wilhelm Bender gilt als Hoffnungsträger für den Pannen-Flughafen in der Hauptstadt. Doch der Manager überlegt noch, ob er den Job übernehmen soll - sagt er selbst.

Der frühere Fraport-Chef Wilhelm Bender hat sich nach eigenen Angaben noch nicht entschieden, ob er die Geschäftsführung des Berliner Hauptstadtflughafens übernehmen will. „Ich bin hier noch im Entscheidungsprozess“, sagte Bender am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist noch keine Entscheidung gefallen.“

Im Desaster um den künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg ist Bender als möglicher Nachfolger des bisherigen Flughafenchefs Rainer Schwarz im Gespräch. Dieser musste nach massiver Kritik am Management gehen. Die Eröffnung des Airports wurde zu Jahresbeginn bereits zum vierten Mal verschoben. Einen neuen Eröffnungstermin gibt es noch nicht.

Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft tagt das nächste Mal am 13. Februar. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, neuer Vorsitzender des Gremiums, hatte wiederholt betont, dass die Entscheidung über die Nachfolge für Schwarz vom Aufsichtsrat getroffen werde. Personaldebatten in den Medien würden prinzipiell nicht kommentiert, sagte Regierungssprecher Thomas Braune am Sonntag.

Am Freitag hatte sich der frühere Flughafen-Aufsichtsratschef Hans-Olaf Henkel in Berlin für Bender stark gemacht: „Wenn es gelänge, den Herrn Bender dazu zu bewegen, noch mal etwas fürs Vaterland zu tun, dann hätten wir wirklich einen Riesenfortschritt gemacht.“

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland brauche die neue Spitzenkraft eine „patriotische Berufung“. Der neue Geschäftsführer müsse „hervorragende Management-Fähigkeiten sowie wirtschaftliche, technische und soziale Kompetenz“ mitbringen, sagte Ramsauer der „Rheinischen Post“ (Montag).

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte am Sonntag zunächst vorab gemeldet, Bender habe am Samstagabend auf dem Ball des Sports in Wiesbaden seine Bereitschaft signalisiert, den Posten übernehmen zu wollen. Wenig später zog das Blatt diese Meldung zurück. Laut „faz.net“ sagte der 68-Jährige am Sonntag: „Ich habe auf dem Ball des Sports allen Medien gegenüber jeden Kommentar zu Berlin abgelehnt.“ In der Vorabmeldung war er dagegen mit den Worten „ich dementiere das nicht“ zitiert worden.

dpa

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