Kasseler Ingenieurbüro Cube weltweit tätig

Wind ist berechenbar

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Kassel. In Sachen Wind macht den Spezialisten des Kasseler Ingenieurbüros Cube Engineering GmbH so schnell keiner etwas vor. Sie machen Wind berechenbar.

Sie wissen, welche Windgeschwindigkeiten wo herrschen, wie sich Windkraftanlagen auf die Umwelt auswirken, welche Beeinträchtigungen durch Schattenwurf oder Schallemissionen eintreten. Cube macht Wind berechenbar - weltweit. Das Unternehmen hilft Investoren bei der Standortsuche, liefert Windanalysen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Umweltstudien, holt Genehmigungen ein, übernimmt die Bauüberwachung, begleitet die Inbetriebnahme einzelner Windräder oder ganzer Parks und betreibt sie auch, wenn der Kunde es wünscht.

„Wind ist unser Metier“, sagt Geschäftsführer Stefan Chun. Als Student der Elektrotechnik in Kassel verschrieb er sich bereits Anfang der Neunziger Jahre mit Gutachtertätigkeiten der Windforschung. 1993 legte der jetzt 43-jährige Diplom-Ingenieur den Grundstein für das heutige Unternehmen. Mega-Park in Südamerika

Hintergrund

7700 Anlagen in aller Welt

Cube Engineering war bislang an der Aufstellung von weltweit rund 7700 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 9500 Megawatt beteiligt.

Das entspricht acht bis zehn Großkraftwerken. Außerdem haben die Kasseler Windprofis unter anderem 2500 Windertragsprognosen, 900 Schall- und 800 Schattenwurfanalysen sowie 180 Windmessungen und 40 Windkataster erstellt. Schall- und Schattenwurfanalysen sind vor allem an Standorten in der Nähe zu Wohngebieten wichtig. Cube beschäftigt unter anderem Bau-, Maschinenbau-, Elektro- und Umweltingenieure, Landschaftsplaner, Geografen und Meteorologen (jop)

Was mit ersten Standortgutachten begann, hat sich nach und nach zu einer umfassenden Beratungstätigkeit entwickelt, die Cube rund um den Globus anbietet. In Argentinien sind die Kasseler an der Planung eines Mega-Windparks beteiligt, der mit 1350 Megawatt (MW) selbst große Atomkraftwerke in den Schatten stellen soll. Das Auslandsgeschäft, darunter Projekte in den USA, Australien, China, Kenia, Libyen und vielen anderen Ländern, macht mittlerweile 80 Prozent des Gruppenumsatzes von zuletzt 4,2 Millionen Euro aus. Größtes Projekt in Europa ist ein 600-MW-Windpark in Rumänien, das der tschechische Energiekonzern CEZ derzeit unweit der Hafenstadt Constanta am Schwarzen Meer aus dem Boden stampfen lässt.

240 Windräder werden dort in der Endausbaustufe Strom liefern. 55 stehen bereits, bis zum Herbst soll der erste Bauabschnitt mit 139 Anlagen betriebsbereit sein. Der Park gilt als derzeit größtes Windenergieprojekt an Land in Europa und zweitgrößtes weltweit. Cube hat nicht nur mitgeplant, sondern steuert und überwacht Bauarbeiten und Logistik. Letztere ist nicht ganz ohne. Denn die Windräder werden in Einzelteilen aus aller Welt nach Rumänien geliefert, wo sie zu ihren Standorten transportiert und endmontiert werden müssen.

„In dieser Dimension ist das Projekt auch für uns neu“, sagt Chun. Die Geschäfte laufen gut. Von der Krise spürt Cube nach seinen Angaben kaum etwas. Seit Jahren wachse das Unternehmen mit seinen derzeit 50 Mitarbeitern - davon 41 in Kassel - um jährlich 15 bis 25 Prozent. Windenergie wird wichtiger Die Voraussetzungen für die weitere Expansion sind gut. Wind gewinnt als Energiequelle immer mehr an Bedeutung, und große Landstriche in aller Welt bieten hervorragende Bedingungen für dessen Nutzung.

An dem erwarteten Wachstum wollen die Kasseler teilhaben. Bis 2015 soll die Zahl der Beschäftigten auf 125 steigen. Schon heute sieht sich Cube im Inland unter den fünf größten Unternehmen bei Ingenieursdienstleistungen rund um die Windenergie, in Europa unter den ersten zehn und weltweit unter den ersten 20.

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