Windreich-Gläubiger müssen mit hohen Ausfällen rechnen

+
Windreich war 2013 mit hohen Schulden in die Insolvenz gerutscht. Foto: Daniel Maurer/Archiv

Stuttgart (dpa) - Die Anleihen-Gläubiger des insolventen Windkraftprojekt-Entwicklers Windreich müssen mit hohen Ausfällen rechnen. Insolvenzverwalter Holger Blümle geht davon aus, dass die Quote für die Gläubiger des Unternehmens bei lediglich 30,9 Prozent liegen könnte.

Damit werden Informationen des "Handelsblatts" bestätigt, das zuvor berichtet hatte. Die Zeitung zitiert aus einem Bericht des Insolvenzverwalters, es handele sich um "eine vorläufige und konservative Schätzung". Die relevanten Forderungen würden auf 271,3 Millionen Euro beziffert. Zu verteilen gebe es noch etwa 86 Millionen Euro. In der Rechnung seien die Kosten für das Insolvenzverfahren nicht berücksichtigt. Blümle hatte den Bericht bei einer Gläubigerversammlung Ende Juli vorgelegt.

Windreich war 2013 mit hohen Schulden in die Insolvenz gerutscht. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Verdachts auf Bilanzmanipulation und Insolvenzverschleppung gegen Firmengründer Willi Balz aufgenommen. Dieser hat die Vorwürfe in der Vergangenheit stets zurückgewiesen.

In den Jahren 2010 und 2011 hatte Windreich mehrere Anleihen aufgelegt, die Anleger zeichneten Papiere im Wert von knapp 130 Millionen Euro. Doch nach dem Insolvenzrecht werden sie wie Darlehensgeber nachrangig behandelt also zuletzt ausgezahlt.

Erst am Montag hatte der Insolvenzverwalter verkündet, dass zwei Finanzinvestoren Anteile an einem rund 400 Megawatt starken Offshore-Windparkprojektes kaufen wollten. Dem Bericht zufolge sollen schon bald auch Anteile an dem Projekt Global Tech I verkauft werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.