Vorstandschef: Verbot würde Verzicht auf großes Potenzial bedeuten

Wintershall verteidigt umstrittenes Fracking

Kassel. Ohne die umstrittene Fracking-Methode hat die Gasförderung in Deutschland nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden des Kasseler Öl- und Gasförderers Wintershall, Rainer Seele, keine Zukunft.

Mit einem Verbot dieser Fördertechnik würde Deutschland auf ein großes Gaspotenzial verzichten, sagte Seele am Mittwoch im niedersächsischen Barnstorf.

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Beim Fracking werden durch Wasserdruck feine Risse im Gestein erzeugt um das Gas herausholen zu können.Umstritten ist diese Technik, weil dabei auch Chemikalien eingesetzt werden. Deutschland kann etwa 15 Prozent seines Gas- und drei Prozent seines Ölverbrauchs aus Vorkommen im Inland decken. Auch in der Nähe Barnstorfs will die Kasseler BASF-Tochter Fracking einsetzen. Dort lagert Gas in etwa 4000 Meter Tiefe in dichtem Gestein. Der Antrag auf Fracking sei gestellt, sagte Joachim Pünnel, Leiter der deutschen Wintershall-Aktivitäten. Im Fall einer Genehmigung könnten die Arbeiten in drei Monaten beginnen. Wintershall schätzt, aus der Lagerstätte insgesamt bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Gas herausholen zu können. In Barnstorf, einen Zentrum der deutschen Förderung von Wintershall mit über 350 Mitarbeitern, weihte das Unternehmen seine mehr als eine Million Euro teure Lagerhalle ein, die mehr als 70 000 Meter Bohrkerne aus aller Welt aufnehmen kann.

Diese Gesteinproben werden bei Forschungs- und Förderarbeiten gewonnen. Sie werden in Barnstorf analysiert, geben Aufschluss über die Beschaffenheit der Lagerstätte und erlauben Berechnungen über die Größe der Vorkommen. (wll)

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