Wintershall mit zweitbester Bilanz seiner Geschichte

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Kassel. Der Kasseler Erdöl- und Gasproduzent Wintershall hat 2014 unterm Strich 1,46 Milliarden Euro verdient.

Aktualisiert um 12.20 Uhr

"Trotz des niedrigen Ölpreises vor allem im vierten Quartal haben wir 2014 das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt", sagte Vorstandschef Rainer Seele. Der Überschuss fiel damit 15 Prozent niedriger aus als Im Rekordjahr 2013 - damals hatte die Tochter des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF den Gewinn allerdings um fast die Hälfte gesteigert.

Förderung und Gashandel brachten Wintershall 2014 insgesamt einen Umsatz von 15,1 Milliarden Euro ein, 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter anderem war die Ölförderung in Libyen wieder angefahren worden. Hinzu kamen höhere Fördermengen aus Russland und Norwegen. Die gesunkenen Preise konnte der Mengenzuwachs jedoch nur teilweise kompensieren. Insgesamt förderte Wintershall 2014 eine Menge Öl und Gas, die 136 Millionen Barrel Öl entspricht. Ein Barrel sind 159 Liter. Die Produktion von Öl und Gas soll 2018 auf 190 Millionen Barrel dieses Öläquivalents ausgebaut werden. "Wintershall verfolgt vielversprechende Projekte", sagte Seele. In den kommenden fünf Jahren wollen die Kasseler gut vier Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Öl- und Gasaktivitäten investieren.

Das Unternehmen bekommt den niedrigen Ölpreis zu spüren. Im laufenden Jahr werde ein Barrel Öl 60 bis 70 Dollar kosten, erwartet Seele. Bei einem Wechselkurs, den das Unternehmen mit 1,20 Dollar veranschlagt, wären das 50 bis 58 Euro. Wintershall erwartet deshalb für 2015 einen leichten Umsatzrückgang und, Sondereinflüsse herausgerechnet, ein deutlich geringeres Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) . 2014 war das Ebit um drei Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro gesunken. (wll)

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