Hauptstadt-Flughafen

BER wird noch einmal deutlich teurer

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Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat angesichts des Debakels um den Hauptstadtflughafen den Aufsichtsratsvorsitz der Betreibergesellschaft abgegeben.

Berlin - Unendliche Geschichte: Der Bau des künftigen Flughafens BER in Schönefeld wird nach einem Medienbericht offenbar noch einmal deutlich teurer als bisher offiziell bekannt.

Wie der Rundfunksender Berlin-Brandenburg (rbb) am Freitag berichtete, geht die Flughafengesellschaft selbst inzwischen von Kosten von mehr als 4,7 Milliarden Euro aus. Das genehmigte Budget liegt bei rund 4,3 Milliarden.

Den Informationen des Senders zufolge rechnet die Flughafengesellschaft jedoch inzwischen mit einer Finanzierungslücke von knapp 440 Millionen Euro, wie aus einem Bericht an den Flughafen-Aufsichtsrat von Ende des vergangenen Jahres hervorgehe. Möglicherweise werde es sogar noch teurer, denn die Ausgaben werden sich nach einem höchstrichterlichen Urteil auf fast das Doppelte belaufen, wie der Sender weiter berichtete. In der Summe drohe der Flughafengesellschaft damit eine Finanzierungslücke von insgesamt knapp 700 Millionen Euro. Dieses Geld müssten die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund als Eigentümer anteilig zur Verfügung stellen.

Wir sind im Zeitplan" - Zitate zum BER-Debakel

"Wir sind im Zeitplan" - Zitate zum BER-Debakel

Die Eröffnung des geplanten zentralen Hauptstadtflughafens BER ist bereits mehrfach verschoben worden. Seit seine Inbetriebnahme im Juni 2012 platzte, ist völlig offen, wann die ersten Flugzeuge von dort starten werden. Erst im vergangenen Jahr hatten die Steuerzahler Ostdeutschlands größtes Infrastrukturprojekt mit 1,2 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet.

afp

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