Virus mit fatalen Folgen für Wirtschaft

Ernsthafte Wirtschaftskrise wegen Coronavirus? Diese Maßnahmen sind im Gespräch

Die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung stellen auch Unternehmen vor zum Teil große Probleme. CSU-Chef Markus Söder pocht auf ein neues Krisenmanagement. Zu welchen Mitteln greift die Koalition?

  • Das Coronavirus beeinträchtigt die Wirtschaft stark. 
  • Nun kündigt eine internationaleLuftverkehrsvereinigung massive Einnahmeverluste an.
  • Der Generaldirektor spricht von einer „beinahe beispiellosen“ Lage.

Update von 17.59 Uhr: Die Corona-Krise hinterlässt unterdessen auch Spuren an Deutschlands Supermärkten. Eine Übersicht über die aktuelle Lage. Wie weit die Maßnahmen gehen sollten, soll unterdessen am Sonntagabend bei Anne Will geklärt werden. Unter anderem zu Gast, Olaf Scholz und Armin Laschet. Zuvor äußert sich Bundesinnenminister Horst Seehofer zu den Grenzschließungen in Deutschland.

Update von 16.47 Uhr: Die deutsche Wirtschaft droht in eine Coronavirus-Krise zu rutschen. Politik und Unternehmen schlagen als Gegenmittel einhellig das bereits bei früheren Krisen erprobte Kurzarbeitergeld vor. Daneben gibt es weitere, jedoch teilweise umstrittene Vorschläge. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Heil rief auch die Arbeitgeber auf, Verantwortung zu übernehmen. Der Staat übernimmt bei Kurzarbeit bis zu 67 Prozent des ausgefallenen Nettoeinkommens - in der Finanzkrise hatten die Arbeitgeber die Lücke geschlossen. "Es wäre gut, wenn die Arbeitgeber sich auch diesmal so fair verhalten würden", sagte der SPD-Minister.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier versicherte, die Regierung sei "umfassend vorbereitet und gewappnet". Den Unternehmen stünden aktuell schon verschiedene Unterstützungsprogramme zur Verfügung, etwa Betriebsmittelkredite der staatlichen Förderbank KfW, Bürgschaften oder Exportbürgschaften. Diese Programme "reichen derzeit aus", das hätten auch die Rückmeldungen bei der Corona-Hotline des Ministeriums ergeben. Die Regierung sei aber "jederzeit" in der Lage, die Unterstützung "hochzufahren". Ein Überblick vor dem Koalitionsausschuss am Sonntag:

Wirtschaftliche Maßnahmen gegen Corona-Krise: Wird der Soli früher abgeschafft?

Unternehmenskredite: Laut Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) muss die Politik betroffenen Unternehmen vor allem helfen, die Liquidität zu sichern, etwa über Kredite der staatlichen Förderbank KfW und Bürgschaften. Das geschieht bereits, wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Samstag bekräftigte. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagebau, Thilo Brodtmann, sieht auch die Hausbanken der Betriebe in der Pflicht, jetzt schnell und unbürokratisch mit Überbrückungskrediten helfen.

Steuerstundung: Das IW schlägt zudem "eine Art Steuerstundung" vor. Seit 2008 gilt der sogenannte Investitionsabzugsbetrag, der es Unternehmen ermöglicht, Abschreibungen zeitlich vorzuverlegen, wodurch sich die Steuerlast des laufenden Jahres reduziert. Der Betrag ist auf 200.000 Euro im Jahr und auf Unternehmen mit einem Betriebsvermögen von bis zu 235.000 Euro beschränkt. Dieser Schwellenwert könnte vorübergehend angehoben werden.

Steuerliche Besserstellung von Personengesellschaften: Kapitalgesellschaften wie GmbH oder AG zahlen Körperschaftsteuer in Höhe von 15 Prozent, dazu kommen Gewerbesteuer und Soli. Es handelt sich um einen linearen Tarif. Personengesellschaften wie GbR oder KG unterliegen der Einkommensteuer, der Tarif ist progressiv. Union und SPD sind sich weitgehend einig, die Besteuerung von Personen- und Kapitalgesellschaften anzugleichen und so die Personengesellschaften besserzustellen.

Steuersatzsenkungen: Dieses Instrument für Unternehmen brachte unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ins Spiel. Die SPD lehnt den Vorschlag ab: Parteichef Norbert Walter-Borjans bekräftigte in der "Rheinischen Post" vom Samstag, eine pauschale Senkung der Unternehmensteuern sei mit der SPD nicht zu machen.

Markus Söder (CSU) fordert ein Coronavirus-Notfallkonzept.

Soli-Abbau vorziehen: Die SPD drängt im Schatten der Coronavirus-Krise darauf, den weitgehenden Abbau des Solidaritätszuschlags um ein halbes Jahr auf Juli 2020 vorzuziehen. Die FDP-Fraktion würde zustimmen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann der Neuen Osnabrücker Zeitung vom Samstag. CSU-Finanzexperte Hans Michelbach schlug in der Passauer Neuen Presse vor, den Soli vollständig abzuschaffen - auch für Kapitalgesellschaften.

Mehrwertsteuer befristet senken: Andere Vorschläge zielen darauf ab, den Konsum in Deutschland zu stützen. Kurzfristig wäre dies laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) über eine zeitlich befristete Reduzierung der Mehrwertsteuer möglich. "Im Ergebnis würde das dazu führen, dass größere Anschaffungen vorgezogen werden", sagt DIW-Chef Marcel Fratzscher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Vize-Fraktionschef der Linken, Fabio De Mas, stimmt zu: "Im Falle eines Nachfrageschocks sollte es eine Senkung der Mehrwertsteuer bei Lebensmitteln geben, da dies kleine Einkommen besonders entlastet."

Umfassendes Konkunkturprogramm: Je mehr Sektoren der deutschen Wirtschaft von den Folgen der Corona-Epidemie erfasst werden, desto öfter ertönt der Ruf nach einem großen Konjunkturpaket. DIW-Chef Fratzscher etwa sagt: "Vertrauen wieder herzustellen, erfordert starke Signale. Dazu gehört ein langfristiges Investitionsprogramm." Auch SPD-Chef Norbert Walter-Borjans erneuerte in der "Bild" die Forderung nach einem "Langzeit-Investitionspaket" statt "Investitionspäckchen nach Kassenlage". Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und weitere Unionspolitiker sprechen sich klar dagegen aus. An den Tankstellen könnte Autofahrer wegen des Coronavirus eine positive Überraschung erwarten.

Coronavirus: Wirtschaft leidet - Söder mit Forderung an Bundesregierung

Update vom 7. März: Kranke Mitarbeiter, kranke Kunden, fehlende Ersatzteile: Die Folgen des neuen Coronavirus schwächen auch die Wirtschaft - deshalb fordert CSU-Chef Markus Söder von der Bundesregierung jetzt ein spezielles Notfall-Konzept für betroffene Unternehmen. „Es darf aus dem Coronavirus keine zweite Finanzkrise entstehen“, sagte der bayerische Ministerpräsident der dpa. Dazu zählten Bürgschaften, Steuerstundungen und „ganz wichtig“ Kurzarbeitergeld. Am Sonntagabend will Söder sich deshalb im Kanzleramt beim Treffen der Spitzen von Union und SPD mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für ein „kluges Konzept“ einsetzen.

Coronavirus: Hotels und Restaurants alarmiert - „besorgniserregende Meldungen“

Update um 22.05 Uhr: Ein weiterer Corona-Fall bei einem großen deutschen Wirtschaftsunternehmen: Berichten zufolge ist in den Ford-Werken in Köln ein Mitarbeiter bereits vor Tagen unter Quarantäne gestellt worden.
In Deutschland ist Bayern neben der Coronavirus-Hochburg NRW am stärksten betroffen. Das ist die aktuelle Lage in Oberbayern*.

Coronavirus trifft Tourismus in Deutschland: „Besorgniserregende Meldungen“

Update um 20.30 Uhr: Der Meldungen über herbe Umsatzeinbrüche in der Tourismusbranche wegen des Coronavirus mehren sich. Am Freitag hat auch die „Tourismus Initiative München“ Alarm geschlagen. „Genaue Zahlenangaben sind derzeit noch schwierig, aber wir erhalten aus allen Branchen besorgniserregende Meldungen“, sagte der Vorsitzender der 200 Unternehmen starken Vereinigung, Helmut Käs. „Leere Hotelbetten bedeuten auch leere Restaurantplätze, Geschäfte und Kultureinrichtungen“, erklärte er. „Die langfristigen Schäden für den Tourismus in München sind noch nicht abzusehen.“

In Bayern leiden große Teile der Wirtschaft ohnehin bereits an den Folgen des Coronavirus-Ausbruchs. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der bayerischen Industrie- und Handelskammer (IHK) gaben 57 Prozent der befragten Mitgliedsbetriebe an, bereits Auswirkungen auf ihre Geschäfte festzustellen.  

Und nicht nur Flüge, sondern auch zahlreiche Großveranstaltungen und insbesondere Messen werden wegen des Coronavirus derzeit abgesagt oder verlegt. Betroffen ist etwa auch die Gastro- und Hotellerie-Messe Internorga. Sie soll nun im Juni in Hamburg nachgeholt werden. Wie die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) am Freitag mitteilte, wird die Veranstaltung nun von 20. bis 24. Juni stattfinden. Ursprünglich war die Messe vom 13. bis 17. März geplant. 

Coronavirus: Lufthansa bietet allen Kunden kostenlose Umbuchungen an 

Update um 16.39 Uhr: Der Lufthansa-Konzern reduziert wegen des Nachfrageeinbruchs infolge des Coronavirus seinen Flugplan erneut massiv. Um bis zu 50 Prozent solle die Kapazität in den nächsten Wochen reduziert werden, gab das Unternehmen laut dpa-Informationen am Freitag bekannt. Die Maßname diene dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. 

Der Coronavirus-Ausbruch hat weitreichende Folgen für Airlines. 

Weiter bietet der Konzern all seinen Kunden an, bei allen Neubuchungen bis zum 31. März ab sofort kostenlos umzubuchen. Die Lufthansa sowie ihre Tochtergesellschaften - Eurowings, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti - wollen bis Ende März weltweit auf die Umbuchungsgebühren verzichten, gab der Konzern am Freitag in Frankfurt am Main bekannt. Demnach können Kunden einmalig und unabhängig vom Tarif ihr Ticket auf ein neues Datum bis zum 31. Dezember 2020 umbuchen. 

Coronavirus: Hotels, Restaurants und Caterer schlagen Alarm - „Situation verschärft sich von Tag zu Tag“

Update vom 6. März 2020, 12.35 Uhr: Unter den Folgen der Coronavirus-Ausbreitung leiden einer aktuellen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA Bundesverband) auch deutsche Hotels, Restaurants und Caterer immer stärker. So berichteten mehr als 75 Prozent der Betriebe von Umsatzeinbußen wegen der Coronavirus-Krise. Einen Rückgang bei Neubuchungen verzeichnen mehr als 90 Prozent der Betriebe, wobei der durchschnittliche Rückgang 38 Prozent beträgt. 

Die Situation verschärft sich von Tag zu Tag“, sagt Guido Zöllick, Präsident des DEHOGA Bundes-verbandes. „Für Hotels, Caterer und Restaurants sind das massive Verluste, die nicht zu kompensieren sind. Viele unserer kleinen und mittelständischen Betriebe haben keinen Puffer.“ Nun erwartet die Branche dringend staatliche Unterstützung in Form von schnell wirkenden Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen sowie eine Umsatzsteuerreduzierung für Essen. Zudem fordert das Gastgewerbe die Verbesserung der Kurzarbeiterregelung und diesbezüglich insbesondere die hundertprozentige Erstattung der Sozialabgaben. „Die Branche braucht jetzt schnelle Lösungen“, betont Zöllick.

Update um 17.20 Uhr: Wegen der scharfen Einreiseverbote im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat der Lufthansa-Konzern nun auch seine Flüge nach Israel gestrichen. Ab Sonntag (8. März) sind alle Verbindungen nach Tel Aviv und Eilat bis zum Auslaufen des Winterflugplans am 28. März abgesagt, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Auch das chinesische Festland und Iran werden derzeit nicht von den Konzern-Fluggesellschaften angeflogen.

Coronavirus: Lufthansa stellt 150 Jets ihrer aktuellen Flotte auf den Boden

Das Unternehmen nannte auch weitere Details zu den bereits am Vortag bekannt gewordenen Annullierungen, mit der die angebotene Kapazität um ein rundes Viertel reduziert wird. Rechnerisch stellt die Lufthansa-Gruppe einschließlich ihrer Töchter Swiss, Austrian, Brussels und Eurowings 150 Jets aus ihrer aktuellen Flotte von 770 Flugzeugen an den Boden.

Im März wurden 7100 Abflüge von den Drehkreuzen Frankfurt (3750) und München (3350) abgesagt. Schwerpunkte seien die innerdeutschen Verbindungen mit hohen Frequenzen sowie Flüge nach Italien. Alle europäischen Ziele sollen aber weiterhin erreichbar bleiben, so dass den Kunden in den meisten Fällen eine geeignete Alternative angeboten

Coronavirus: Doch kein Krankheitsfall bei Lidl

Update um 16.15 Uhr: Der Discounter Lidl hat nach eigenen Angaben entgegen eines früheren Berichts unserer Webseite doch keinen Corona-Fall zu beklagen: Es habe eine Erkrankung bei der Schwarz-Gruppe gegeben, zu der neben der Kette Kaufland auch Lidl gehört, sagte ein Lidl-Sprecher der Ippen-Digital-Zentralredaktion. Der Discounter sei jedoch nicht betroffen.

Update um 13.29 Uhr: Frankreich deckelt wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Preis für Desinfektionsge l auf drei Euro pro 100 Milliliter. Das legt ein Regierungsdekret fest, das am Freitag in Kraft treten soll, sagte Wirtschafts-Staatssekretärin Agnès Pannier-Runacher am Donnerstag im Radiosender France Info. Zuvor hatte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire auf einzelne Fälle von Wucherpreisen verwiesen. Desinfektionsgel für Hände ist in Frankreich wie auch einigen anderen Ländern derzeit in vielen Apotheken Mangelware

Coronavirus-Folgen für die Wirtschaft: Desinfektionsmittel-Mangel und abgesagte Veranstaltungen

Nicht nur Desinfektionsmittel-Mangel, auch abgesagte Messen treten wegen der Coronavirus-Verbreitung derzeit gehäuft auf. Nun wurde auch die Münchner Immobilienmesse wegen des Coronavirus verschobe n. Die Veranstaltung soll nun statt in der zweiten Märzhälfte vom 24. bis 26. April stattfinden, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit. 

Update um 12.57 Uhr: Nachdem bereits bei ProSieben, BMW und Webasto Coronavirus-Fälle aufgetreten sind, hat es nun auch die Einzelhandelsgruppe Schwarz getroffen, zu der die Ketten Lidl und Kaufland gehören. Bei einem Mitarbeiter aus dem Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg ist eine Coronavirus-Infektion bestätigt worden. Die betroffene Person befindet sich aktuell in Quarantäne.

Berichte über die Infektion eines Lidl-Mitarbeiters - die wir an dieser Stelle zunächst aufgegriffen hatten - wies der Discounter am Nachmittag zurück (siehe Update von 16.15 Uhr).

Coronavirus-Folgen für die Wirtschaft: Bildungsmesse didacta wurde abgesagt

Unterdessen wurde außerdem bekannt, dass die im März geplante Bildungsmesse didacta wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus ebenfalls nicht stattfinden darf. Das teilte eine Sprecherin der Stuttgarter Messe mit. Es werde jedoch mit Hochdruck an einem Alternativtermin gearbeitet. 

Erstmeldung vom 5. März 2015: 

Singapur - Der Coronavirus-Ausbruch hat nicht nur für die Zivilbevölkerung, sondern auch für die Wirtschaft fatale Folgen. Mehrere Unternehmen mussten ihre Mitarbeiter in den vergangenen Tagen nach Hause schicken und Wirtschaftsverbände machten bereits düstere Prognosen. Auch die Fluggesellschaften rechnen weltweit wegen des Coronavirus mit massiven Einnahmeverlusten. So erklärte die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA am Donnerstag in Singapur, dass sie mit Einbußen von insgesamt bis zu 113 Milliarden Dollar (101 Milliarden Euro) rechne.

Coronavirus-Folgen für Wirtschaft: „Beinahe beispiellose“ Lage

„Beinahe beispiellos“, sei die derzeitige Lage infolge der neuartigen Lungenkrankheit, sagte IATA-Generaldirektor Alexandre de Juniac. Innerhalb von gut zwei Monaten hätten sich die Aussichten der Fluggesellschaften in den meisten Regionen der Welt „radikal verdüstert“. Wegen der Coronavirus-Epidemie* wurden weltweit zahlreiche Flugverbindungen gestrichen, außerdem verhängten mehrere Länder Reiseverbote.

Angesichts derökonomischen Auswirkungen des neuartigen Coronavirus forderte die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), eine Sonderkonferenz der Wirtschaftsminister. „Ziel einer solchen Zusammenkunft muss es sein, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in Deutschland und den einzelnen Bundesländern vorzunehmen“, schreibt sie in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). 

Coronavirus-Folgen für Wirtschaft: Altmaier Plan vor 

Dessen Ministerium hatte in dieser Woche einen Drei-Stufen-Plan vorgelegt, mit dem Unternehmen vor den Folgen des Coronavirus geschützt werden* sollen. Der Plan sieht vor, notfalls bestehende Instrumente wie beispielsweise Kreditprogramme für angeschlagene Firmen auszuweiten und sie finanziell aufzustocken. In einer letzten Stufe wären außerdem „weitergehende strukturelle und konjunkturelle Maßnahmen“ denkbar. Dies könnten auchmilliardenschwere Konjunkturprogramme sein.

Das neuartige Coronavirus hatte im Dezember von China seinen Ausgang genommen. Mittlerweile wurden mehr als 95.000 Infektionen in mehr als 80 Ländern und Gebieten nachgewiesen. Mehr als 3200 Infizierte starben bislang an der Lungenkrankheit. Das sind mehr Tote, als damals durch die Krankheit Sars gestorben sind.

Übrigens: Den ersten Coronavirus-Ausbruch in Bayern gab es bei einem Unternehmen aus dem Landkreis Starnberg. Der betroffene Mitarbeiter erzählte kürzlich von seinem Leben im Krankenhaus. Und auch der bayerische Autobauer BMW ist von einem Coronavirus-Fall in den Reihen seiner Mitarbeiter betroffen. 

AFP,dpa,cia

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Rubriklistenbild: © dpa / Nicolas Armer

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