Wirtschafts-Nobelpreis an drei Wissenschaftler

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Die Ökonomen Dale T. Mortensen und Peter A. Diamond

Stockholm - Der Wirtschafts-Nobelpreis 2010 geht an zwei US-Wissenschaftler und einen Briten für ihre Untersuchung von Marktmechanismen zwischen Anbietern und Käufern.

Den Preis teilen sich die US-Ökonomen Peter A. Diamond und Dale T. Mortensen mit dem Briten Christopher A. Pissarides, der auf Zypern geboren ist. Die Auszeichnung ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Mio. Kronen) dotiert.

Die Schwedische Akademie begründete ihre Entscheidung damit, dass die drei Forscher entscheidende Fragen zur Funktionsweise des Arbeitsmarktes beantwortet hätten. Unter anderem gehe es darum, warum es gleichzeitig eine hohe Zahl von Arbeitslosen bei starker Nachfrage nach Arbeitskraft geben könne. Die Politik habe sich die Erkenntnisse der drei in dem nach ihnen benannten Modell zunutze machen können.

US-Präsident Obama setzt auf ihre Expertise

Pissarides, mit 62 Jahren der jüngste der drei Forscher, lehrt an der London School of Economics. Er sagte in einem Telefonat mit der Schwedischen Akademie kurz nach der Bekanntgabe, er sei über die Zuerkennung des Preises “ziemlich überrascht und sehr froh. An das Geld habe ich überhaupt noch nicht gedacht“, sagte Pissarides auf die Frage, was er mit dem Preisgeld machen will.

Diamond, Professor am Massachusetts Institute for Technology (MIT), ist ein Experte für das Sozialversicherungssysteme, Renten und Steuern. US-Präsident Barack Obama nominierte den 70-Jährigen für eine Position in der amerikanischen Notenbank Fed. Doch der Senat bestätigte ihn nicht mehr rechtzeitig vor der heißen Phase des laufenden Wahlkampfs um die Sitze im US-Kongress.

Der 71-jährige Mortensen ist Wirtschaftsprofessor an der Northwestern University in Evanston im US-Staat Illinois.

Die deutschen Literatur-Nobelpreisträger

Theodor Mommsen (1817-1903) erhielt 1902 den Preis für seine "Römische Geschichte“. © dpa
Rudolf Eucken (1846-1926) erhielt 1908 den Nobelpreis für eine in zahlreichen seiner Werke vertretene ideale Weltanschauung. © dpa
Paul von Heyse (1830-1914) erhielt 1910 den Nobelpreis für das "von Auffassung geprägte Künstlertum". © dpa
Gerhart Hauptmann (1862-1946) erhielt 1912 den Nobelpreis für seine "reiche, vielseitige, hervorragende Wirkung auf dem Gebiet der dramatischen Dichtung". © dpa
Thomas Mann (1875-1955) erhielt 1929 den Nobelpreis für Literatur für seinen ersten Roman „Buddenbrooks“. © dpa
Hermann Hesse (1877-1962) erhielt 1946 den Literaturnobelpreis für sein Gesamtwerk. © dpa
Nelly Sachs (1891-1970) erhielt den Nobelpreis für Literatur „für ihre hervorragenden lyrischen und dramatischen Werke, die das Schicksal Israels mit ergreifender Stärke interpretieren.“ © dpa
Heinrich Böll (1917-1985) erhielt 1972 den Preis “für eine Dichtung, die durch ihre Verbindung von zeitgeschichtlichem Weitblick und liebevoller Gestaltungskraft erneuernd in der deutschen Literatur gewirkt hat“. © dpa
Günter Grass (1927) erhielt 1999 den Preis, „weil er in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“. © dpa
Die in Rumänien geborene Herta Müller (1953) ist die neue Nobelpreisträgerin. Die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm begründete ihre Auswahl unter anderem mit der Reinheit der Dichtung, die Müllers Werken innewohne. Müller zeichne "mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit". © dpa

Der Wirtschafts-Nobelpreis wird erst seit 1969 vergeben. Er ist auch umstritten, weil bisher weit überwiegend nur Wissenschaftler aus Instituten in den USA ausgezeichnet worden sind.

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