Wirtschaftsforscher für steigende Löhne im Osten

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Handwerker im ostdeutschen Brotterode (Thüringen).

Halle - Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hält einen Anstieg der Löhne in Ostdeutschland für dringend geboten. Warum das Institut für Lohnsteigerungen ist.

Die Ost-Löhne lägen derzeit bei 84 Prozent des West-Niveaus. IWH-Arbeitsmarktexperte Udo Ludwig sagte am Mittwoch dem Sender MDR INFO, das sei vor allem darin begründet, dass “mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland die Facharbeiter noch knapper“ würden. Da werde “ein Wettbewerb um die besten Köpfe“ einsetzen. Dabei könnten die Unternehmen im Osten nur bestehen, wenn sie den Fachleuten höhere Löhne zahlten. Ansonsten wanderten diese in den Westen ab.

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Über die 84 Prozent des West-Niveaus sagte Ludwig weiter: “Dieser Lohnabstand begleitet uns schon die vergangenen zehn Jahre.“ Da habe sich wenig getan. Er rechne aber nun mit einem Anstieg der Löhne und “vielleicht mit einer etwas kleiner werdenden Lücke zwischen den Lohnzahlungen in Ost und West“.

Zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Ostens von durchschnittlich 73 Prozent des Westniveaus sagte Ludwig: “Im Grunde genommen ist es traurig, dass wir noch soweit hinterherhinken, aber das sind die Tatsachen.“ Die 73 Prozent kämen zustande, weil die ostdeutsche Wirtschaft überwiegend von mittelständischen, kleinen und Kleinstbetrieben geprägt sei. Als Beispiele nannte er den Handel, das Baugewerbe und Branchen der verarbeitenden Industrie. Der Osten habe “zuwenig größere Betriebe, die hochproduktiv arbeiten“, sagte Ludwig.

dapd

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