Schäuble befürchtet "noch sieben schlechte Jahre"

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)

Berlin - Die Weltwirtschaft wird sich nach Aussage von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) so schnell nicht wieder erholen: Er rechnet mit "noch sieben schlechte Jahren".

Schäuble befürchtet angesichts der EU-Schuldenkrise “noch sieben schlechte Jahre“ für die Weltwirtschaft. Er sagte am Samstag vor Wirtschafts- Nobelpreisträgern im schweizerischen St. Gallen ferner, die verschuldeten Staaten müssten ihre Haushalte konsolidieren, etwa durch Einsparungen im öffentlichen Bereich. Zur Bewältigung der Schuldenkrise plädierte Schäuble für eine engere wirtschaftspolitische Zusammenarbeit zwischen den Euro-Ländern.

Der Finanzminister forderte eine neue Balance zwischen den Finanzmärkten und den Staaten. Die Finanzmärkte könnten sich nicht selbst kontrollieren, sondern bräuchten Grenzen und Regeln, um krisenresistenter zu werden. Dies sei nur mit einer starken Staatengemeinschaft möglich.

BDI-Chef fordert Opfer für Rettung des Euro

Deutschland muss nach Ansicht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) auch Opfer für die Rettung des Euro und zur Lösung der Schuldenkrise bringen. “Wir brauchen eine stabile Gemeinschaft“, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel der “Frankfurter Rundschau“ (Montagausgabe). Dafür sei der Euro unverzichtbar, auch wenn dessen Rettung schmerze.

Der Rettungsschirm verschaffe die Zeit, um die Eurozone zu stabilisieren. Niemand habe diese Notmaßnahmen gewollt, “sie sind aber nötig“. Keitel forderte die Politik auf, deutlich zu machen, wie “wir die Probleme langfristig in den Griff“ bekommen.

dpa/dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.