Wirtschaftskrise: Weniger in der Lohntüte

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Durch die Wirtschaftskrise bleibt den Arbeitnehmern jetzt weniger Realeinkommen.

Wiesbaden - Die Wirtschaftskrise kommt nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes jetzt bei den Arbeitnehmern an: Ihnen bleibt weniger in der Lohntüte.

Das Sinken der Realeinkommen der Beschäftigten hat mehrere Ursachen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sind die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer im Verhältnis zu den Preisen im ersten Quartal des Jahres um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken.

Vor allem die reduzierten Sonderzahlungen und die Einkommensverluste wegen der verbreiteten Kurzarbeit sorgten für die Löcher. Die Grundvergütungen stiegen hingegen im selben Zeitraum um 1,5 Prozent, wie das Amt am Dienstag in Wiesbaden berichtete.

Im verarbeitenden Gewerbe ging die bezahlte Arbeitszeit vor allem wegen der Kurzarbeit um 4,2 Prozent auf 36,8 Stunden im Schnitt zurück. Die Bruttomonatsverdienste sanken aber nur um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ohne Sonderzahlungen verdienten die Arbeitnehmer im ersten Quartal 2009 durchschnittlich 3108 Euro im Monat.

Die höchsten Verdienste gab es im Wirtschaftszweig Information und Kommunikation mit 4137 Euro, während sich die Beschäftigten im Gastgewerbe mit noch nicht einmal der Hälfte (1882 Euro) begnügen mussten. Der Reallohnindex wurde erstmals berechnet. Die Daten sind vorläufig.

dpa/mol

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