Mehr Interesse durch Titel

WM-Helden als Werbegesichter

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Ob Chips, Milchgetränk oder Kaugummi: Spitzenfußballer wie Bastian Schweinsteiger oder Thomas Müller sind für die Werbebranche Millionen wert. Der Weltmeistertitel könnte ihren Marktwert noch erhöhen.

Sein Name ist prädestiniert, um für ein Milchgetränk Werbung zu machen: Der Nationalspieler Thomas Müller, nicht erst seit der gewonnenen Weltmeisterschaft ein Liebling vieler Deutscher, stibitzt seinem Namensvetter Gerd in einem TV-Spot eine Müllermilch.

Genau wie Müller haben auch viele andere Nationalspieler Werbeverträge abgeschlossen: Bastian Schweinsteiger grinst verschmitzt für Chips von funny frisch in die Kamera, der Kölner Lukas Podolski wirbt für Kaugummis aus seiner Heimatstadt. Und die ganze Mannschaft hat sich die Nougatcreme Nutella vor der Kamera schmecken lassen.

Titel als Steilvorlage 

Das Interesse an den Spielern könnte durch die gerade zu Ende gegangene Weltmeisterschaft sogar noch weitergestiegen sein. So ist „der WM-Titel eine Steilvorlage für die Vermarktung“, sagt Marketing-Professor Andre Bühler dem Sport-Informations-Dienst. Besonders dem Torschützen zum Siegtreffer gegen Argentinien räumt er große Chancen ein. Davon geht auch Karsten Hollasch aus. Für den Leiter der Sport Business Group bei der Beratungsgesellschaft Deloitte kann das Tor für Mario Götze laut einem Bericht der Welt zum „goldenen Schuss“ werden.

Götze gehört dabei schon jetzt zu den zehn wertvollsten deutschen Nationalspielern, schreibt die Welt und beruft sich auf eine Auswertung des Kölner Sportmarketingforschungsunternehmen Repucom. Mit drei Werbepartnern und einem Werbewert von 1,5 bis 2,5 Millionen Euro muss er nur Mesut Özil, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger den Vortritt lassen: Özils Werbewert liegt bei drei bis vier Millionen Euro, Müllers Gesicht dient als Werbung für sieben Unternehmen.

Doch auch die anderen Spieler werden künftig stärker in den Fokus von Werbeunternehmen rücken, da „die Mannschaft als echtes Team aufgetreten ist“, begründet Andreas Ullmann, Direktor Consulting & Business Development bei Repucom, in dem Bericht der Welt. Deutschlands Unternehmer wollen diesen Mannschaftsgeist und den daraus hervorgegangenen Sieg nutzen und sich den Erfolg und die gegenwärtige Euphoriewelle zu Eigen machen.

Conti zieht sich zurück 

Nicht mehr mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht wird zukünftig der Reifenhersteller Continental. Das Unernehmen gibt sein WM-Sponsoring auf. Conti war seit der Fußball-WM 2006 Sponsor und als solcher auch auf Bandenwerbung während der Spiele in Brasilien zu sehen. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete, das gesamte Engagement habe den Konzern gut 50 Millionen Euro gekostet. Conti nannte keine Zahlen. (mit sid und dpa)

Von Constanze Wüstefeld

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