Wohnträume unter der Lupe

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Vor der Kaufentscheidung für eine ältere Immobilie lohnt es sich immer, mit fachmännischer Hilfe genau hinzuschauen. 

Wer in der Stadt zentrumsnah in den eigenen vier Wänden wohnen möchte, für den bietet der Kauf einer älteren Immobilie oft die einzige Möglichkeit, seine Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen.

Doch genau zu erkennen, was man sich mit einem gebrauchten Haus „einfängt“, ist für Nicht-Fachleute kaum möglich. „Ein paar Euro in eine unabhängige Beratung oder bestimmte Untersuchungen zu investieren, kann teure Folgekosten ersparen“, sagt Dipl.-Ingenieur Lutz Weidenmüller, unabhängiger Bauherrenberater bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).

Bauvorschriften beachten

Viele Immobilienerwerber beabsichtigen, das erworbene Haus umzubauen oder zu erweitern, um es an ihre Bedürfnisse anzupassen. Doch nicht in jedem Objekt ist diese Möglichkeit ohne weiteres gegeben, denn unter anderem müssen örtliche Bauvorschriften und Bebauungspläne beachtet werden.

So gibt es oft Vorschriften, die festlegen, wie viel Prozent des Grundstücks überbaut werden dürfen. Was viele vergessen: Nicht nur das Haus selbst, sondern auch Nebengebäude und Zufahrtswege müssen hier mitgezählt werden. Problematisch können auch Umbauten ohne Erweiterungen sein. „Hält ein älteres Bauwerk nicht den vorgeschriebenen Abstand von drei Metern zum Nachbargrundstück ein, genießt die vorhandene Bausubstanz Bestandsschutz. Möchte der neue Besitzer Veränderungen wie etwa den Einbau einer Dachgaube oder größerer Fenster vornehmen, erlischt der Bestandsschutz“, erläutert Weidenmüller. Falls keine Einigung mit dem Nachbarn möglich sei, müsse die Baumaßnahme unterbleiben.

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Über die Vorgeschichte eines Hauses haben die mit dem Verkauf beauftragten Immobilienmakler oft wenig Informationen. Kontaminationen durch heute verbotene Holzschutzmittel oder nicht auf den ersten Blick ersichtliche Feuchteschäden beispielsweise können die Gesundheit der Bewohner belasten und teure Sanierungsarbeiten erforderlich machen. Die Investition in ein Schadstoffgutachten kann daher sehr sinnvoll sein und macht es einfacher, mögliche Belastungen abzuschätzen oder vom Kauf eines Objekts Abstand zu nehmen. Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Informationen sowie Ratgeber zu den Themen „Immobiliencheck“, „Schadstoffcheck“ und „Modernisierungscheck“ zum kostenlosen Download.

Denkmalschutz

Ältere Häuser besitzen einen Charme, dem man nicht ohne kritische Überprüfung erliegen sollte. Hat etwa der Denkmalschutz mitzureden, sind Umgestaltungen und eine Dämmung von außen oft ausgeschlossen.

Auch Altlasten im Grundstück können im Zweifelsfall nur durch ein Bodengutachten ausgeschlossen werden. Berater des Bauherren-Schutzbundes e.V. (BSB) können die Immobilie unabhängig begutachten und weitere Schritte empfehlen – eine kleine Investition, die große Enttäuschungen vermeiden kann. Nähere Informationen gibt es dazu ebenfalls im Internet unter www.bsb-ev.de. (djd/pt)

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