Wohnungsbranche dringt auf mehr Tempo beim Bau

+
Ein Bauarbeiter auf der Baustelle eines Mehrfamilienhauses. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration

Berlin (dpa) - Noch immer werden in Deutschland aus Sicht der Wohnungsunternehmen zu wenige Wohnungen gebaut.

Obwohl die Investitionen in den Neubau und in bestehende Wohnungen stark gestiegen seien, gebe es einen "akuten Wohnraummangel", sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungsunternehmen (GdW) , Axel Gedaschko, am Montag in Berlin.

Der Verband vertritt rund 3000 Unternehmen, die etwa 6 Millionen Wohnungen im Portfolio haben. Die Unternehmen werden in diesem Jahr voraussichtlich 23 300 neue Wohnungen fertigstellen, das sind 34 Prozent mehr als 2015. Die Investitionen in den Neubau sollen laut GdW um 52 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro steigen.

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr 249 000 Wohnungen gebaut. Die Zahl der Baugenehmigungen lag bei 309 000. Nach der Prognose des GdW wären aber noch einige Jahre lang jährlich 400 000 neue Wohnungen nötig, um den Bedarf vor allem in den Ballungszentren zu decken.

Gedaschko forderte den Bundestag auf, der geplanten Sonderabschreibung für den Bau von Mietwohnungen in dieser Woche zuzustimmen. Es dürfe "keine Hängepartie geben", weil sonst Investoren ihre Projekte zurückstellten. Für die Bauantragsjahre 2016, 2017 und 2018 ist geplant, dass im ersten und zweiten Jahr jeweils bis zu zehn Prozent der Ausgaben, im dritten Jahr bis zu neun Prozent abgeschrieben werden können.

GdW-Pressemitteilung

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.