Sturmtief „Xynthia“ hat bundesweit Schaden angerichtet - Tipps für Betroffene

Sofort handeln ist wichtig - Telefonaktion zu Sturmschäden 

Nach dem Sturm: „Xynthia“ hat diverse Hausdächer abgedeckt - hier in der Eifelgemeinde Bell. Foto: dpa

Kassel. Umgeknickte Bäume liegen auf Autos, Hausdächer sind abgedeckt – das Sturmtief „Xynthia“ hat überall in Deutschland Spuren der Verwüstung hinterlassen. Die Schadenshöhe ist noch unklar.

Telefonaktion

Ob ihr Keller unter Wasser steht, das Auto eine Delle hat oder die Ziegel vom Dach gefallen sind: Unsere Versicherungs-Experten helfen weiter, wenn Xynthia auch bei Ihnen gewütet hat. Dienstag, 2.3., 10 bis 11.30 Uhr können Sie bei der HNA-Telefonaktion Fragen zum Thema Sturmschäden stellen. Ihre Ansprechpartner erreichen Sie unter der Telefonnummer 0561-203-1590

Am Telefon sitzen für Sie:
• Walter Thomas vom Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (Baunatal)
• Helmut Konradi von der Sparkassenversicherung (Kassel)
• Christian Rieger, Vertriebsbeauftragter für die Filialdirektion Kassel der R+V-Versicherung.

Zum Vergleich: Der Orkan „Kyrill“ hatte 2007 mehrere Milliarden Euro Schaden verursacht. Für alle Betroffenen stellt sich nun die Frage: Was tun, wenn Haus oder Auto durch den Sturm beschädigt wurden? Erster Schritt: Der Sturm hat ein Loch im Hausdach hinterlassen und es regnet ins Wohnzimmer - jetzt ist schnelles Handeln angesagt. „Zuerst sollte man die Versicherung anrufen“, sagt Christian Lübke, Pressesprecher des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Der Versicherer weiß, was im Vertrag steht und was zu tun ist - zum Beispiel, ob der Versicherte selbst einen Handwerker einschalten muss oder ob die Versicherung sich darum kümmert. Selbst handeln: Bis der Handwerker anrückt, muss man nicht tatenlos zusehen, wie es weiter von der Decke tropft. „Der Versicherte hat die Pflicht, den Schaden möglichst klein zu halten“, sagt Lübke. Wenn möglich, sollte man also das Loch im Dach provisorisch mit einer Folie abdecken. Außerdem braucht die Versicherung genaue Informationen über den Schaden: „Auf der sicheren Seite steht der Betroffene, wenn er alle Schäden genau dokumentiert - am besten mit der Kamera“, sagt Lübke.

Versicherung: Voraussetzung dafür, dass eine Versicherung bei Sturmschäden zahlt, ist mindestens Windstärke 8.

Fotos: Orkantief "Xynthia" wütet über Deutschland

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Wurde das Auto zum Beispiel von einem umgestürzten Baum zerdrückt, so ist dies durch eine Kfz-Teilkaskoversicherung abgedeckt.

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Für Schäden am Haus kommt die Wohngebäudeversicherung auf. Wichtig ist, dass das Risiko Sturm mitversichert wurde. „Die Wohngebäudeversicherung betrifft aber nur die äußere Hülle des Hauses“, sagt GDV-Sprecher Lübke. Wird zum Beispiel der Laminatfußboden beschädigt, greift die Hausratversicherung. Die Versicherung zahlt auch bei Folgeschäden - wenn beispielsweise durch das Loch im Hausdach Wasser eindringt und die Wohnzimmergarnitur ruiniert.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Sturmschäden? Am Dienstag (2.3.) können Sie sie bei der HNA-Telefonaktion stellen.

Von Judith Féaux de Lacroix

Fotos: Xynthia fegte über die Region

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