Online-Modehändler

Trotz Umsatzsprung: Zalando in Verlustzone

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Zalando spielt mit dem Gedanken, an die Börse zu gehen.

Berlin - Der Online-Modehändler Zalando hat sein schnelles Umsatzwachstum im ersten Quartal fortgesetzt. Auf einen Gewinn müssen die Eigentümer aber noch warten.

Das Berliner Unternehmen schrieb aber zwischen Januar und Ende März erneut einen Verlust. Auch im Gesamtjahr 2014 werde Zalando die Gewinnschwelle nicht erreichen, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter am Freitag in einer Telefonkonferenz. Er ließ offen, wann das geschehen könnte. Zalando verkauft vor allem Schuhe, Bekleidung und andere Modeartikel übers Internet.

Der Umsatz der Aktiengesellschaft erhöhte sich im ersten Quartal um 35 Prozent auf 501 Millionen Euro. Zum Ergebnis nannte Zalando keine Zahl. „Dem Ziel, den Break-Even zu erreichen, sind wir einen guten Schritt näher gekommen“, sagte Ritter. „Wir erwarten, dass sich dieser Trend im gesamten Jahr fortsetzt.“ Die Ebit-Marge, also das Verhältnis von operativem Ergebnis zum Umsatz, habe sich „erheblich verbessert“, sie sei aber negativ geblieben.

Nach endgültig geprüften Zahlen hatte die Zalando-Gruppe im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,762 Milliarden Euro erzielt. Dabei kam ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern von minus 115 Millionen Euro heraus - nach minus 83 Millionen Euro 2012. Das Nettoergebnis nannte die Gesellschaft nicht.

"Zalando-Börsengang ist eine Option"

Zu den seit Monaten andauernden Spekulationen über einen Börsengang sagte Ritter lediglich, dieser bleibe eine Option. Zuletzt hatte das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ berichtet, Zalando plane einen Börsengang für das dritte Quartal. Am Freitag goss die „Financial Times“ Öl ins Feuer: Die Aktienplatzierung sei für Oktober angepeilt, könne aber auch schon vorher kommen, schrieb das Blatt. Der Börsengang könne mehr als fünf Milliarden Euro schwer werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Morgan Stanley, Goldman Sachs und Credit Suisse arbeiteten daran.

Zalando will sich unterdessen stärker auf Smartphones und Tablets als Vertriebskanal fokussieren. In diesem Jahr sollen die Apps weiterentwickelt werden. Rund 38 Prozent der Bestellungen kämen inzwischen von mobilen Geräten, sagte Ritter. Die jüngste Kritik an den Arbeitsbedingungen im Zalando-Logistikzentrum in Erfurt habe das Geschäft nicht gebremst, betonte er.

dpa

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