Zehn goldene Börsenregeln - Fiananzwoche Teil 5

Für Anleger-Neulinge gleicht die Börse auf den ersten Blick einem riesigen Roulette-Tisch. Setzt man dabei auf das richtige Feld, lässt sich mitunter sehr schnell, sehr viel Geld verdienen. Liegt man daneben, kann ebenso schnell alles verloren sein.

Unsere „zehn goldenen Börsenregeln“ können dabei helfen, herbe Verluste zu vermeiden.

1. In der Ruhe liegt die Kraft

Um den „Roulette-Effekt“ möglichst abzuschwächen, sollten speziell unerfahrene Anleger zu Beginn nur geringe Beträge an der Börse investieren. Die Erfolgsaussichten sind größer, wenn man frühzeitig regelmäßig kleinere Beträge anspart, als auf einen Schlag alles wie beim Roulette auf eine Zahl zu setzen.

2. Nicht Haus und Hof verwetten

Niemals mit Geld spekulieren, dass kurzfristig benötigt werden könnte oder gar geliehen ist. Denn der Bank ist es egal, wie schlecht es an der Börse läuft. Sie wird immer ihre Zinsen und ihr Geld zurückfordern. Wer sich im großen Stil verzockt, muss im schlimmsten Fall mit Pfändung rechnen.

3. Beratung zahlt sich aus

Wer sich alleine aufs Börsenparkett wagt, ist meist schon verloren. Vor dem Aktienkauf sollte man sich deshalb Unterstützung von seriösen Beratern einholen. Jede gute Bank verfügt über ausgewiesene Wertpapier-Spezialisten.

4. Eine gute Strategie schützt vor bösen Überraschungen

Wer zum ersten Mal Geld an der Börse investiert, sollte vor allem eines: nichts überstürzen. Stattdessen empfiehlt es sich, in Ruhe mit seinem Berater eine gute Anlagestrategie zu entwickeln und vor allem die Seriosität der Angebote zu prüfen. Vorsicht ist beispielsweise bei hochspekulativen Anlagen und Finanzprodukten geboten, die keiner staatlichen Kontrolle unterliegen. Sie sind nicht empfehlenswert.

5. Langfristig statt kurzfristig investieren

Kurzfristiges Denken ist meist ein großer Fehler. Aktien, Indexzertifikate, Anleihen und Fonds sind nur dann die richtige Anlageform, wenn man Geld langfristig zur Verfügung hat – sprich: für wenigstens drei Jahre. Denn langfristige Anlagen versprechen mehr Rendite als kurzfristige.

6. Nicht alle Eier in ein Nest legen

Auch wenn bald Ostern ist: An der Börse sollte man nie alle Eier in ein Nest legen. Stattdessen raten erfahrene Börsianer stets zur Risiko-Streuung. Anleger sollten zum einen in verschiedene Anlegerklassen wie Aktien, Anleihen, festverzinsliche Wertpapiere oder auch Rohstoffe investieren. Zum anderen sollten sie ihr Geld auch innerhalb dieser Klassen geschickt verteilen. Ziel ist es, sowohl das Verlustrisiko als auch Schwankungen möglichst gering zu halten.

7. Greife nicht in ein fallendes Messer

Wer in ein fallendes Messer greift, schneidet sich oft die Finger. Übertragen auf die Börse heißt das: möglichst nicht auf fallende Kurse setzen. Doch wie erkennt man, dass eine Aktie ihren Tiefstand bereits erreicht hat? Eine alte Faustregel besagt: Abwarten, bis der Kurs seinen 200-Tage-Durchschnitt von unten nach oben durchschneidet, erst dann kaufen.

8. Keine dividendenlosen Aktien kaufen

Unternehmen, die keine Dividende zahlen, gelten meist als spekulativ.

9. An die Reißleine denken

Ein beliebter Fehler besteht darin zu glauben, die eigenen dauerhaft verlustbringenden Aktienkurse würden schon irgendwann wieder in die Gewinnzone gelangen. Oft ist das ein teurer Irrtum. Deshalb ist es ratsam, sich schon beim Kauf einer Aktie ein Limit zu setzen. Erreicht die Aktie bei nachgebender Kursentwicklung den vom Anleger bestimmten Mindestkurs oder unterschreitet ihn, verkauft die Bank das Papier. Börsianer sprechen in dem Fall von einer Stop-Loss-Order. Sie ist übrigens auch ein gutes Mittel, um Panikverkäufen bei kurzfristigen Kursverlusten vorzubeugen.

10. Information ist alles

Nicht blind kaufen – sondern erst informieren: das gilt auch an der Börse. Viele Informationen schützen vor bösen Überraschungen. Ist eine Aktie dann gekauft, empfiehlt es sich, möglichst oft den Kursverlauf zu verfolgen. Dazu zählen auch die Zusendung von Quartalsberichten, Geschäftsberichten durch die Aktiengesellschaft sowie die Lektüre von Fach- und Finanzzeitschriften. (psn)

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