Zeitung: BKK für Heilberufe vor Insolvenz

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Berlin - Nach der City BKK steht laut einem Zeitungsbericht mit der BKK für Heilberufe die zweite Krankenkasse vor der Insolvenz. Alles hängt von einem Fusionspartner ab. Doch die Frist ist extrem knapp.

Derzeit suche der Vorstand der Kasse laut laut “Financial Times Deutschland (FTD)“ unter den anderen Betriebskrankenkassen händeringend nach einem Fusionspartner. Falls sich bis Ende Mai niemand finde, der die BKK Heilberufe mitsamt ihren knapp 130 000 Versicherten übernehmen will, drohe der Kasse in den kommenden Monaten die Zahlungsunfähigkeit.

Das geht aus einer Mitteilung des Beirats der BKK für Heilberufe an die Vorstände der anderen Betriebskrankenkassen vom 9. Mai 2011 hervor, die der “Financial Times Deutschland“ (Freitag) vorliegt. “Unser Schwerpunkt liegt auf der Fusion“, sagte der Sprecher der Kasse, Ulrich Rosendahl, der Zeitung. Für die Betriebskrankenkassen wäre dies zwar auch nicht billig, aber günstiger als eine Schließung.

Die mehr als eine Million Mitglieder der finanziell angeschlagenen Krankenkasse Vereinigte IKK müssen sich nach Informationen von “Welt online“ auf einen Zusatzbeitrag gefasst machen. “Wenn es keine finanzielle Hilfe gibt, dann ist ein Zusatzbeitrag unvermeidlich“, sagte der SPD-Politiker Klaus Brandner dem Nachrichtenportal. Brandner ist Mitglied im Verwaltungsrat der Kasse. Das Gremium kommt an diesem Freitag zusammen, um über die Sanierung der Kasse zu beraten.

Die Düsseldorfer Krankenkasse ist mit rund 1,7 Millionen Versicherten die zweitgrößte Innungskrankenkasse Deutschlands und damit zehnmal so groß wie die City BKK. Nach Informationen von “Welt online“ aus Kassenkreisen wird aber auch eine mögliche Hilfe anderer Kassen für die Vereinigte IKK den Zusatzbeitrag nicht mehr abwenden können. “Der Zusatzbeitrag kommt, es geht jetzt nur noch um die Höhe“, heißt es.

dpa

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